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"Emmy" für MDR-Koproduktion "Night Will Fall"

"Emmy" für MDR-Koproduktion "Night Will Fall"
Szene aus "Night Will Fall": Die Alliierten-Kameramänner Sergeant Harry Oakes und Sergeant William Lawrie. (v.l.). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7880 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/MDR / IWM Film"

Leipzig (ots) - Die MDR/ARTE/NDR-Koproduktion "Night Will Fall - Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen" ist gestern, 21.09.2016, in New York mit dem "News & Documentary Emmy Award" in der Kategorie "Outstanding Historical Programming - Long Form" ausgezeichnet worden.

Die Dokumentation über die NS-Verbrechen in den Konzentrationslagern war zudem in den Kategorien "Best Editing" (bester Schnitt), "Best Audio Design & Music" (bestes Musik- und Sound-Design), "Best Writing" (bestes Drehbuch) und "Best Research" (beste Recherche) für einen News-Emmy nominiert.

"Night Will Fall" (2014) ist eine Produktion der Spring Films Ltd und Angel TV Ltd in Koproduktion mit MDR (Hauptredaktion Geschichte, Gesellschaft und Natur / Federführung: Dr. Katja Wildermuth) und NDR (Redaktion: Barbara Biemann) in Zusammenarbeit mit ARTE.

Wolf-Dieter Jacobi, Fernsehdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks, zur MDR-Koproduktion, die als bestes historisches Programm im Langformat aussgezeichnet wurde: "Es darf kein Entkommen vor diesen Bildern geben. Unsere Verantwortung gegenüber der jungen Generation und der deutschen Geschichte gebietet es, mit journalistischen Mitteln die unfassbaren Verbrechen in den Konzentrationslagern filmisch aufzuarbeiten und zu zeigen. Die Auszeichnung mit dem 'Emmy' bestärkt uns als Medienmacher darin, diesen Weg weiter zu gehen."

"Night Will Fall" beruht auf bislang ungesehenem Bildmaterial, das britische, amerikanische und russische Kameramänner 1944/45 bei der Befreiung der Todeslager produzierten, um das unfassbare Grauen für die Nachwelt zu dokumentieren. Das Ausmaß der Gräueltaten überstieg ihre Vorstellungskraft.

Daraus sollte unter anderem Alfred Hitchcock einen schonungslosen Lehrfilm für die Deutschen machen. Das Filmprojekt blieb unvollendet und verschwand jahrzehntelang in den Archiven, weil sich die Haltung der Alliierten im beginnenden Kalten Krieg und unter dem Eindruck der Wiederaufbaupläne für die westdeutschen Sektoren geändert hatte. Lediglich die Amerikaner gingen damals rasch mit einem kurzen Film unter der Regie von Billy Wilder an die Öffentlichkeit.

Die preisgekrönte Dokumentation von 2014 zeigt die vollständige Wiederherstellung des Hitchcock-Filmes und rekonstruiert zugleich mit Hilfe von Zeitzeugen - Lagerinsassen ebenso wie Soldaten und Kameraleuten - die Befreiung der Konzentrationslager: Ungesehene Bilder und unerzählte Geschichten über eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.

Weltweit lief "Night Will Fall" in TV-Programmen und gewann Preise auf zahlreichen Festivals, so den "The Avner Shalev Yad Vashem Chairman's Award", den "Royal Television Society Award" für den besten historischen Dokumentarfilm und den international renommierten Fernsehpreis "Peabody Award 2016".

Die 75-minütige Dokumentation wurde im Rahmen der Berlinale 2014 erstmals öffentlich in Deutschland gezeigt, war im Januar 2015 bei ARTE und im Ersten sowie im MDR FERNSEHEN zu sehen.

Ausgestrahlt wird "Night Will Fall" am 29. Januar 2017 erneut anlässlich des "Holocaust Day" im MDR FERNSEHEN.

Auch die MDR-Koproduktion "Bolschoi Babylon" (Redaktion: Dr. Katja Wildermuth) unter Federführung des BR stand auf der diesjährigen Nominierungsliste des News-Emmy.

Die News and Documentary Emmy Awards wurden gestern zum 37. Mal von The National Academy of Television Arts & Sciences (NATAS) in New York in 46 Kategorien vergeben. Der "Emmy Award" ist eine mit dem "Oscar" vergleichbare Auszeichnung für Fernsehproduktionen.

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