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MDR KULTUR bekommt für Produktion mit Schauspielerin Marina Frenk den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2016

MDR KULTUR bekommt für Produktion mit Schauspielerin Marina Frenk den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2016
Marina Frenk (Darstellerin, Musikerin) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7880 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/MDR"

Leipzig (ots) - Das Hörspiel "Und jetzt: die Welt!" nach dem gleichnamigen Text von Sibylle Berg wird mit dem bedeutendsten deutschen Hörspielpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 11. Mai in Köln statt.

"Ein wildes, furioses, atemloses Stück, voll ätzender Komik und tiefer Verzweiflung, zum Lachen, wenn man denn nicht heulen muss, grandios dargeboten von Marina Frenk. Sie gibt vier jungen Frauen ihre Stimme, die sich durch die Fallstricke und Forderungen einer absurden Welt durchzubeißen versuchen - selbstbewusst und hoffnungslos, abgeklärt und aufbegehrend", beschreibt die Jury unter Vorsitz der Autorin Anna Dünnebier die MDR-Produktion. Die Jury hob besonders die Leistung von Schauspielerin Marina Frenk hervor, der es mit "ihrer unglaublich vielseitigen Stimme" gelingt, Sibylle Bergs Theaterstück in ein Hörspiel zu verwandeln. Die Jury zeichnet sie deshalb als eine Mit-Urheberin des Hörspiels aus.

"Ich bin besonders froh, dass wir uns mit einem Stück durchsetzen konnten, das zeigt, was ein Hörspiel heute sein kann: eine lebendige Botschaft aus dem hier und jetzt! Ironisch und ernst, virtuos und leicht zugleich. Dabei ästhetisch auf der Höhe der Zeit, wenn nicht sogar ein Stück voraus", freut sich Reinhard Bärenz, Leiter der Hauptredaktion Kultur des MDR, über die renommierte Auszeichnung. Damit wird zum dritten Mal eine Produktion aus Halle mit dem "Hörspielpreis der Kriegsblinden" geehrt. 1995 ging die Auszeichnung an "Frauentags Ende oder die Rückkehr nach Ubliaduh" von Fritz Rudolf Fries, 2010 an Thilo Reffert für "Die Sicherheit einer geschlossenen Fahrgastzelle".

Sibylle Berg porträtiert in ihrem Stück vier Frauen Anfang 20, die zwischen Aggression und Apathie, Aufbruch und Abgeklärtheit schwanken, sich unsicher sind, wofür sie kämpfen sollen, und bei denen schon das Wort "Wir" für Skepsis sorgt. Unter Regie von Stefan Kanis wurde das Stück der gebürtigen Weimarerin mit der Schauspielerin und Musikerin Marina Frenk (Jahrgang 1986) für den Hörfunk inszeniert. Entstanden ist ein großes Solo der jungen Künstlerin, die nicht nur die vier verschiedenen Frauenrollen spielt, sondern auch Songs von "Ton, Steine, Scherben", Rainald Grebe und Udo Jürgens singt, die sie auf ihre eigene Art interpretiert und arrangiert hat. Außerdem hat Frenk, die auch Sängerin der Folk-Gypsy-Band "Kapelsky" und der ElectroTanz-Band "The real Baba Dunyah" ist, eigene Lieder zum Stück beigesteuert. Das Hörspiel lief am 14. September 2015 bei MDR FIGARO und kann auf www.mdr-kultur.d

e angehört werden.

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird seit 1952 jährlich an ein für einen deutschsprachigen Sender konzipiertes Original-Hörspiel verliehen, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform ausschöpft und erweitert. Die nicht dotierte Auszeichnung gilt als eine der renommiertesten Kulturpreise in Deutschland. Sie wird vom Bund der Kriegsblinden gemeinsam mit der Film- und Medienstiftung NRW vergeben.

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