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Axel-Springer-Preis für "Die Tierdiebe" von Correctiv und "FAKT"

Leipzig (ots) - Das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv und die Redaktion des vom MDR produzierten ARD-Magazins "FAKT" können sich über den renommierten "Axel-Springer-Preis für junge Journalisten" freuen, den sie für ihre Investigativstory "Die Tierdiebe" am Montagabend erhielten. Ausgezeichnet wurde die Online-Veröffentlichung als Exzellenz-Preis "Investigative Recherche".

Begonnen hat die Recherche vor fast vier Jahren. Im Laufe der monatelangen Arbeit stieß das Journalistenteam auf illegale Tierhändler, die in Deutschland ein Millionengeschäft mit heimischen Arten aufgezogen haben. Vor zwei Jahren hat sich der Correctiv-Journalist Bastian Schlange der Recherche angenommen und mit viel Energie die Kreise der Tierhändler durchleuchtet. In einer breit angelegten Undercover-Recherche konnte er in die geheimen Netzwerke der "Tierdiebe" eindringen und illegale Machenschaften nachweisen. Dazu konnten die Journalisten Dokumente und Ermittlungsakten ausfindig machen, anhand derer sich ein engmaschiges, hoch lukratives und deutschlandweites Netz von Wilderen und Hehlern nachzeichnen ließ.

Auf Seiten von Correctiv führte Bastian Schlange die Recherchen durch, unterstützt von dem freien Journalist Jonas Müller-Töwe. Schlange war für die Undercover-Recherche in der Szene verantwortlich, die nun im Fokus der Auszeichnung steht. Auf MDR-Seite recherchierte "FAKT"-Reporter Markus Frenzel zu den Hintermännern der Szene, von denen er einige sogar zu anonymen Interviews vor die Kamera brachte. Das Ergebnis der gemeinsamen Recherchen von Correctiv und "FAKT" floss in eine halbstündige Fernsehreportage, die unter anderem im Ersten gezeigt wurde.

Die jetzt prämierte Online-Veröffentlichung erfolgte über die Internetseite von Correctiv.

Die Verleihung des "Axel-Springer-Preis für junge Journalisten" fand zum 25. Mal statt. Die Auszeichnung für Nachwuchsreporter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde am Geburtstag des Namensgebers Axel Springer vor rund 200 geladenen Gästen in Berlin vergeben. Eine zehnköpfige Jury entschied gemeinsam über die drei Hauptpreise in Bronze, Silber und Gold sowie die zwei Exzellenz-Preise für investigative Recherche und kreative Visualisierung. Dotiert sind die Preise mit 10.000 Euro, 5.000 Euro und 3.000 Euro sowie je 5.000 Euro für die Exzellenz-Awards.

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