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Ewig ohne Job - Schicksal oder selbst verschuldet?

Leipzig (ots) - "Exakt - Die Story" beschäftigt sich mit den Schicksalen von Langzeitarbeitslosen und geht der Frage nach, warum so viele Menschen so lange ohne Job sind - am Mittwoch, 27. Januar, 20.45 Uhr, im MDR FERNSEHEN.

Laut offiziellen Statistiken der letzten Jahre sind in Deutschland gut eine Million Menschen mehr als 12 Monate ohne Job. Während die Arbeitslosigkeit insgesamt zurückgegangen ist, stagnieren die Zahlen ausgerechnet bei den Langzeitarbeitslosen auf hohem Niveau.

Warum ist das so? War es nicht eines der erklärten Ziele der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetzgebung, insbesondere diese Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückzubringen?

Die meisten wollen raus aus Hartz IV. Doch wem gelingt das dauerhaft? "Exakt - Die Story" begleitet während der Vermittlungstage im Jobcenter Meißen einen dreitägigen Intensivkurs, der Langzeitarbeitslose zur selbstständigen Jobsuche motivieren soll. Nur die Hälfte der Eingeladenen erscheint. Die, die kommen, sind aus unterschiedlichsten Motiven da. Eine alleinerziehende Mutter ist verzweifelt, weil kein Arbeitgeber auf ihre Bewerbungen reagiert. Anderen Teilnehmern geht es ähnlich. Doch es gibt auch eine Gruppe, die sich hinter Ausreden verschanzt. Das TV-Team besucht einige Kursteilnehmer später erneut und will wissen, wie nachhaltig die als Folge des Kurses gefundenen Arbeitsstellen wirklich sind.

Gleichzeitig werden gängige stereotype Meinungen hinterfragt. Stimmt es wirklich, dass jeder, der Arbeit will, auch eine bekommt? Antworten darauf soll ein Experiment in Gera geben.

Das teilweise hilflose Agieren der Politik zeigt, wie schwer das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit zu lösen ist. Erst Förderprogramme, dann wurde 2011 die Hälfte wieder gestrichen. Vor einem Jahr startete Bundesarbeitsministerin Nahles nun ein neues 900 Millionen Euro "schweres" Programm: Sie will zehntausende Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zurückführen und u.a. 33.000 neue Jobs für schwer Vermittelbare schaffen. Doch bis heute sind es tatsächlich nur knapp über 2.200 Betroffene, die vom Programm profitieren.

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