MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Filmpreis "GROSSE KLAPPE" für Dokumentarfilm "Mama arbeitet im Westen"

Leipzig (ots) - Auf dem Duisburger doxs!-Festival ist der europäische Filmpreis für Kinder- und Jugenddokumentarfilm "GROSSE KLAPPE" an "Mama arbeitet im Westen - Eine Kindheit in Polen" verliehen worden. Die internationale Koproduktion wurde in Zusammenarbeit mit dem MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK realisiert.

Der Film erzählt die berührende Geschichte eines polnischen Jungen, dessen Eltern im Westen Geld verdienen müssen. Zwei Jahre lang hat ihn die norwegische Dokumentarfilmerin Åse Svenheim Drivenes mit der Kamera begleitet: Der Junge ist oft wochenlang auf sich allein gestellt, kocht, putzt und wäscht für seinen kleinen Bruder. Die Dokumentation zeigt kein Einzelschicksal, denn über 100 000 polnische Kinder werden von Großeltern oder Nachbarn betreut oder sind sogar ganz auf sich allein gestellt, weil Mutter und Vater im Ausland arbeiten.

"Mama arbeitet im Westen - Eine Kindheit in Polen" ist ein Film über die, die zurückbleiben, wenn ihre Eltern in Deutschland und anderswo als willkommene Pflegekräfte und billige Handwerker eingesetzt werden. Wenn Eltern ihre Kinder verlassen, sie manchmal monatelang nicht sehen - was bedeutet das für die Familien und vor allem für die Heranwachsenden?

Für den diesjährigen europäischen Filmpreis für Kinder- und Jugenddokumentarfilm "GROSSE KLAPPE", verliehen von der Bundeszentrale für politische Bildung, waren neun Beiträge nominiert.

Åse Svenheim Drivenes gewann mit diesem Film zum Thema Arbeitsmigration in der EU bereits den Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2015 in der Kategorie Fernsehen.

Die Dokumentation wird am 17. Januar 2016 im MDR FERNSEHEN erneut gesendet.

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