MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Engagiert: MDR und DOK Leipzig 2014
MDR-Intendantin Karola Wille überreicht zum zweiten Mal "Goldene Taube"

Leipzig (ots) - Besonderes Engagement für den Dokumentarfilm: Zwei dotierte Preise, eigene Festivalpremieren, ein Beitrag im deutschen Wettbewerb, Best of MDR im Festivalprogramm, umfangreiche Berichterstattung der MDR-Hörfunkwellen sowie Sonderprogrammierung im MDR FERNSEHEN zeigen den besonderen Stellenwert des Dokumentarfilms für den MDR.

57. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) und der MDR sind vom 27.10. bis 2.11.2014 mehr als nur Partner.

Bereits zum zweiten Mal wird die MDR-Intendantin Karola Wille "Die Goldene Taube" im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm überreichen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom MDR gestiftet. Karola Wille: "Wir setzen auf den Dokumentarfilm, der beim MDR einen besonderen Stellenwert und einen festen Programmplatz hat. Um die Bedeutung dieses Genres herauszustellen, stiften wir den Preis erneut bei diesem angesehenen Festival."

Traditionell wird auch der MDR-Preis "Bester Osteuropäischer Film" vergeben - dotiert mit 3.000 Euro und überreicht von Dr. Claudia Schreiner, Programmchefin Kultur und Wissenschaft beim MDR FERNSEHEN.

Beim MDR-Tag am 28.10.2014 sind gleich drei Premieren im CineStar zu erleben: "Mama arbeitet im Westen - eine Kindheit in Polen" von Åse Svenheim Drivenes, "Nur der Pole bringt die Kohle" von Markus Stein sowie "Striche ziehen." von Gerd Kroske - ausgewählt für den deutschen Wettbewerb.

Vom 28. bis 31. Oktober zeigt der MDR im Festivalprogramm besondere Dokumentarfilme in seiner Reihe "Best of MDR".

Zudem berichtet der MDR umfassend im MDR FERNSEHEN, in den Hörfunkprogrammen des MDR sowie auf MDR.DE von und über das diesjährige Festival, das zu einem der angesehensten und zugleich ältesten Dokumentarfilmfestivals der Welt zählt.

Im MDR FERNSEHEN werden ab dem 27.10. in einer Sonderprogrammierung jeden Abend herausragende Dokumentarfilme gezeigt. Das MDR-Engagement während DOK Leipzig 2014

Gestiftete Preise: 
Die "Goldenen Taube im Internationalen Wettbewerb" und der MDR-Preis 
"Bester Osteuropäischer Film" werden am 1. November 2014 im 
Schauspiel Leipzig vergeben. 
Special Screenings des MDR: 
Zum MDR-Tag am 28. Oktober werden im CineStar Leipzig drei Premieren,
wovon eine im deutschen Wettbewerb startet, gezeigt. 

Um 15 Uhr begrüßen MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi und Festivaldirektor Claas Danielsen zum Special Screening.

"Mama arbeitet im Westen - eine Kindheit in Polen" von Åse Svenheim Drivenes. Er erzählt die berührende Geschichte eines polnischen 12-Jährigen, dessen Eltern beide im Westen Geld verdienen müssen. Der Junge ist oft wochenlang auf sich allein gestellt, kocht, putzt und wäscht für seinen kleinen Bruder. Ein Kinderschicksal wie viele in Osteuropa. Zwei Jahre war die Kamera dabei.

17 Uhr: "Nur der Pole bringt die Kohle" von Markus Stein. Eine skurrile Milieustudie über günstiges Land, typische Polen, typische Deutsche, über das Fremde und das neue Europa. Vor zehn Jahren ist die Grenze zwischen Polen und Deutschland gefallen. Regierte am Anfang noch die Angst der Polen, die Deutschen würden nach Land und Besitz in Polen greifen, ist es zehn Jahre später eher andersrum. Die Polen erobern die einsamen Weiten im Westen im Großraum Stettin. Günstige Immobilienpreise, deutsches Kindergeld, polnisches Mobilfunknetz - sie lernen Deutsch und schicken ihre Kinder auf die Europaschule.

19:30 Uhr: Weltpremiere des Kinodokumentarfilms "Striche ziehen." von Gerd Kroske. Ein Film unter der Federführung des MDR, ausgewählt für den deutschen Wettbewerb. Es geht um rebellierende Jugendliche im Weimar der Achtziger Jahre, um plötzliche Verhaftungen und einen bitteren Verrat unter Freunden. Die Folgen ziehen ihren perfiden Strich bis ins Heute. Zerwürfnisse, Verdächtigungen, Sprachlosigkeit. Ein Film, der die Auseinandersetzungen offen führt.

Festivalreihe "Best of MDR": 
Im Rahmen dieser Reihe werden besondere MDR-Dokumentarfilme und 
MDR-Koproduktionen gezeigt. 
28.10.2014, 15:15 Uhr, CineStar 6 
"Mama arbeitet im Westen - Eine Kindheit in Polen" 
29.10.2014, 14.15 Uhr, Passage Kinos - Filmeck 
Biblioteka - Von Büchern, einsamen Frauen und einem Leser 
Sieben Räume hat die städtische Bibliothek von Sugidi, zu wenig Leser
und 25 Mitarbeiterinnen - allesamt unverheiratet. Die kleine Stadt im
westlichen Teil Georgiens mag äußerlich lebendig scheinen und ist 
doch in vielerlei Hinsicht trostlos. Widersprüche auch in der 
Stadtbücherei: Leseraum frisch renoviert, aber keine Leser, die 
Ausleihe geschlossen. Die 25 Frauen arbeiten seit mehr als 20 Jahren 
dort, doch keine will kündigen, im Gegenteil, sie fordern eine 
Gehaltserhöhung. 
(Georgien 2013 von Ana Tsimintia) 
30.10.2014, 16.00 Uhr, Passage Kinos - Universum 
"Night will fall - Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen" 
Der vielfach preisgekrönte, international koproduzierte 
Dokumentarfilm zeigt die spannende Arbeit der Experten an der 
Wiederherstellung des Hitchcock-Films, der lange als verschollen 
galt. Zugleich rekonstruiert er - mit Hilfe von Zeitzeugen, 
ehemaligen Lagerinsassen und ehemaligen Soldaten und Kameraleuten - 
die Befreiung der Konzentrationslager 1945. Ungesehene Bilder, 
unerzählte Geschichten über eines der dunkelsten Kapitel des 20. 
Jahrhunderts. Der Film wurde bei der Berlinale 2014 erstmals 
öffentlich in Deutschland aufgeführt. 
(Großbritannien/USA/Israel in 
Koproduktion mit MDR und NDR in Zusammenarbeit mit ARTE, 2014) 
31.10.2014, 13.30 Uhr, Passage Kinos - Universum 
"Pfarrer" 
Warum entscheidet sich ein junger Mensch Pfarrer oder Pfarrerin zu 
werden? Ein langwieriges, hoch komplexes Studium auf sich zu nehmen, 
mit hohem Risiko des Scheiterns, um am Ende ein hochkomplexes Wissen 
in einfacher Form an die Gemeinde weiterzugeben? Der Film hat eine 
Handvoll dieser Menschen in der letzten und entscheidenden Zeit ihrer
Ausbildung begleitet. Sie kommen von der Universität und beginnen 
ihre Vikariatszeit und werden erstmals in real existierenden 
Kirchgemeinden mit der Arbeitswelt eines Pfarrers konfrontiert. 
(MDR/arte 2014, Stefan Kolbe und Chris Wright) 

Sonderprogrammierung im MDR FERNSEHEN:

27. Oktober, 23.40 Uhr: 
Leipzig im Herbst (Andreas Vogt, 1990) 
28. Oktober, 0.50 Uhr: 
Kein Abschied - nur fort  (Lew Hohmann, Joachim Tschirner, 1991) 
29. Oktober, 0.30 Uhr: 
Streng vertraulich oder die Innere Verfassung (Ralf Marschallek, 
1990) 
30. Oktober, 0.15 Uhr: 
Letztes Jahr in Deutschland (Beate Schönfeldt, 1991) 
31. Oktober, 0.20 Uhr: 
Ausgerechnet Bananen (Wolfgang Ettlich, 1991) 
1. November, 23.55 Uhr: 
Solo für Sanije (Alexandra Czok, 2009) 
2. November, 23.25 Uhr: 
Im Verein - Kleintierzüchter und Karnevalisten in Ostdeutschland 
(Christian Rost, 2014) 

artour: Am 30.10., um 22.05 Uhr widmet sich das Kulturmagazin in einer Schwerpunktsendung dem DOK Festival und stellt unter anderem die drei herausragende Produktionen "Citizenfour", "Domino Effekt" und "Maidan" des Wettbewerbs vor.

Kino Royal stellt am 31.10., um 0.00 Uhr die Filme "Gangster of Love", "Im Keller" und "Nur der Pole bringt die Kohle" vor. Ebenfalls wird es ein Porträt über den scheidenden Festivaldirektor Claas Danielsen und eine Vorstellung von Leena Pasanen als seine Nachfolgerin geben.

MDR HÖRFUNK: MDR FIGARO, MDR INFO und MDR 1 RADIO Sachsen informieren ihre Hörerinnen und Hörer ausführlich über das Festival.

mdr.de/dok-leipzig bietet den Nutzern in Beiträgen und Interviews, Bilder- und Multimediagalerien, Hintergrundinformationen zu Highlights, dem MDR-Engagement sowie der Berichterstattung in den MDR-Programmen. Es gibt eine Twitter-Aktion: Über Twitter (#dok140) können alle DOK-Zuschauer ihre Meinung zu den gezeigten Filmen öffentlich machen.

Pressekontakt:

MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Birthe Gogarten,
Tel.: (0341) 3 00 63 42

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