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MDR INFO-Reportage für Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis 2014 nominiert

Leipzig (ots) - Renate Heidner vom MDR-Regionalstudio Bautzen gehört in der Kategorie "Hörfunk" mit "Zurück in heimatliche Erde" zu den diesjährigen Nominierten des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises, der Anfang Mai in Potsdam verliehen wird.

Ausgezeichnet werden die besten Beiträge, die über das jeweilige Nachbarland fair und offen zu sämtlichen Aspekten des deutsch-polnischen Verhältnisses berichtet haben und im Vorjahr in Printmedien, Hörfunk oder Fernsehen erstmalig gedruckt, gesendet oder im Internet veröffentlicht wurden,

Renate Heidner ist seit 1999 in Görlitz als Korrespondentin für das MDR-Regionalstudio Bautzen vorwiegend mit deutsch-polnischen Themen befasst. Fasziniert vom Nachbarland und seinen Menschen, spricht die Journalistin inzwischen die polnische Sprache und hat ihren zweiten Wohnsitz auf die polnische Seite der Neiße verlegt.

In Heidners Radiobeitrag "Zurück in heimatliche Erde" geht es um die Sehnsucht eines deutschen Mannes, die letzte Ruhe in seiner Heimatstadt zu finden. Das vermeintlich Schwierige: Sein Geburtsort Schönberg liegt heute auf der polnischen Seite der Neiße und heißt Sulików. Nach 1945 hatte es den damals Fünfjährigen mit seiner Mutter auf der Flucht nach München verschlagen. Jetzt, mit 78 Jahren, ist er nach Görlitz zurückgekehrt, um seiner alten Heimat nahe zu sein. Völlig überraschend erfüllte ihm kürzlich die 9 km von Görlitz entfernte polnische Gemeinde den Herzenswunsch, neben seinen Vorfahren auf dem alten deutschen Friedhof in Schönberg begraben zu werden. Er durfte sich sogar den genauen Platz aussuchen.

"Zurück in heimatlicher Erde" wurde Ende November 2013 im MDR-Nachrichtenradio MDR INFO und auf MDR 1 RADIO SACHSEN gesendet. Deutsch-Polnischer Journalistenpreis: Die seit 1997 jährlich vergebene Auszeichnung trägt seit Dezember 2013 den Namenszusatz Tadeusz Mazowiecki in Anerkennung der journalistischen Tätigkeit des verstorbenen Publizisten, Bürgerrechtlers und ersten demokratisch gewählten Premiers Polens nach der Wende.

Auf getrennten Sitzungen in Potsdam und Warschau verständigten sich die nationalen Jurys auf je sechs nominierte Beiträge in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen sowie für den erstmals ausgelobten Sonderpreis "Journalismus in der Grenzregion", den das Gastgeberland Brandenburg stiftet. Die Preise sind mit jeweils 5 000 Euro dotiert.

Die Gala zur Verleihung des Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreises am 8. Mai im Plenarsaal des neuerbauten brandenburgischen Landtags ist Höhepunkt der Deutsch-Polnischen Medientage, die vom 8. bis 9. Mai 2014 unter dem Motto: "Europa vor den Wahlen. Welche Wahl hat Europa?" in Potsdam stattfinden. Das Motto spiegelt zwei aktuelle Daten im Umfeld der Medientage wider: die Wahl zum Europaparlament und den 10. Jahrestag der EU-Mitgliedschaft Polens.

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