MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Heute keine Sprechstunde - Ärztemangel in Mitteldeutschland

Leipzig (ots) - Mit einem trimedialen Thementag beleuchtet der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK in Fernsehen, Radio und auf MDR.DE am Donnerstag, 27. Februar verschiedene Aspekte zum Thema "Ärztemangel".

Schon heute müssen viele Landarztpraxen schließen, wenn der Doktor in Rente geht. Aber auch bei Fachärzten in der Stadt sind Termine knapp. Manche Praxen vergeben sie erst wieder für 2015.

An seinem Thementag "Heute keine Sprechstunde - Ärztemangel in Mitteldeutschland" widmet sich der MDR der Situation von Ärzten und Patienten. Wie kann man dem Ärztemangel begegnen? Was müssen Patienten tun, die dringend einen Termin brauchen, aber keinen bekommen?

MDR FERNSEHEN

In Deutschland werden die Ärzte knapp und die Situation spitzt sich immer mehr zu - vor allem in den ländlichen Gebieten. Dagegen wird an vielen Fronten gekämpft. Die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen-Anhalt geht einen eigenen Weg: Sie hat selbst Praxen übernommen, die nicht mehr besetzt werden können. Zu diesem Thema ist Dr. Burkhard John von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt bei "MDR um 11" zu Gast im Studio.

42 Prozent aller Frührenten in Deutschland sind psychisch bedingt. Auch die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen steigt. Im Sendegebiet beträgt die Wartezeit für einen ambulanten Therapieplatz 17,5 Wochen und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die psychotherapeutische Versorgung ist in Deutschland durch eine "Bedarfsplanung" der Krankenkassen geregelt. Welche Auswirkungen das auf die Behandlung der Patienten hat, wie hoch mögliche wirtschaftliche Verluste durch steigende Frühverrentungen werden können und ob die Neuzulassungen von Psychotherapeuten in Mitteldeutschland die Lösung sein kann, klärt "MDR um 4" mit Dr. Gregor Peikert, leitender Psychotherapeut der Uniklinik Jena und Experte zum Thema.

"MDR aktuell" hat für seine Ausgabe um 19.30 Uhr in Sachsen-Anhalt nachgefragt, warum Studenten nicht Allgemeinmediziner werden wollen und stellt ein Programm vor, in dem diese gezielt ausgebildet werden. Um 21.45 Uhr spricht Peer Köpf von der Deutschen Krankenhausgesellschaft in der MDR-Nachrichtensendung über die Probleme, die mit der Vermittlung ausländischer Ärzte nach Deutschland verbunden sind. Bis die Mediziner ihren Dienst tatsächlich antreten können, liegt oft ein langer Weg vor ihnen, u. a. die Anerkennung als Facharzt.

"Hauptsache gesund" hat den Facharzttermin-Test bei Augenärzten gemacht und sich hierfür bei 14 Praxen in Thüringen um einen Termin bemüht. In Gotha konnte einer für März, in Altenburg einer für November vereinbart werden. In Gera gab es für dieses Jahr keine Termine mehr. In der Politik wird versucht, die langen Wartezeiten mit einem neuen Gesetz zu beheben. Die betroffenen Ärzte äußern sich dazu jedoch skeptisch. Das MDR-Gesundheitsmagazin erklärt um 21 Uhr außerdem, wie man über den Facharzttermin-Service schnell an einen Arzttermin kommen kann. Parallel zur Sendung wird auch ein Chat zum Thema "Ärztemangel" eingerichtet.

MDR Hörfunk

MDR INFO hat einen Überblick zum Ärztemangel in Mitteldeutschland im Programm. Menschen mit seltenen Krankheiten haben es demnach besonders schwer, fachgerecht versorgt zu werden. Außerdem berichtet das Nachrichtenradio über das ernüchternde Ergebnis einer umfangreichen Recherche zur nächtlichen Versorgung bei Zahnproblemen. Danach ist in Sachsen nach 22 Uhr keine Behandlung möglich.

MDR-Landesfunkhäuser

In der Rubrik "Der Redakteur" beantwortet Willi Wild bei MDR THÜRINGEN - das Radio eine Hörer-Frage zum Thema "Ärztemangel" umfangreich. Das "MDR Thüringen Journal" beschäftigt sich um 19 Uhr mit den verschiedensten Aspekten der ambulanten Versorgung in Krankenhäusern.

"Sachsen-Anhalt heute" erzählt ab 19 Uhr eine Erfolgsgeschichte aus dem Klinikum Halberstadt, wo bereits jeder vierte der insgesamt 132 Ärzte aus dem Ausland kommt. Vorgestellt wird ein 26-jähriger rumänischer Urologe, der seit seiner Kindheit in der Heimat die deutsche Sprache gelernt hat und in Rumänien und Düsseldorf Medizin studierte. Seit einem Jahr praktiziert er in Halberstadt und wird von den Kollegen, der Klinikleitung und den Patienten gleichermaßen anerkannt.

MDR.DE

Online finden die Nutzer ein Dossier mit Fakten zum Ärztemangel in Mitteldeutschland, zur Terminvergabe bei Fachärzten und zu den Anstrengungen der Länder, dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Das Quiz "Was macht welcher Facharzt?" sowie Audios und Videos zum Nachhören und Nachschauen komplettieren das multimediale Angebot.

www.mdr.de

Pressekontakt:

MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Margit Parchomenko,
Tel.: (0341) 3 00 64 72, E-Mail: presse@mdr.de

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Das könnte Sie auch interessieren: