MDR Mitteldeutscher Rundfunk

820.000 Zuschauer erlebten Geschichte Mitteldeutschlands

Leipzig (ots) - "Moderne Zeiten" brechen an - in Chemnitz, Jena, Leuna und Bitterfeld / Zweiter Film der neuen Staffel am Sonntag, 15. Oktober, 20.15 Uhr Die neue Staffel "Geschichte Mitteldeutschlands" knüpft an den Erfolg der ersten Staffel an. 420.000 Zuschauer in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erlebten gestern Abend den Auftakt-Film "Schlachten, Kriege, Generäle". Wie im Vorjahr traf die TV-Reihe auch außerhalb des MDR-Sendegebiets auf hohes Interesse. Bundesweit erreichte die Dokumentation sogar 820.000 Zuschauer - und das gleichzeitiger Ausstrahlung von TV-Highlights wie "Polizeiruf 110", der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises und "Men in Black". Die erste Staffel sahen im Herbst 1999 durchschnittlich 680.000 Zuschauer im Bundesgebiet, davon 420.000 im MDR-Sendegebiet. "Wir freuen uns über den gelungenen Auftakt. Die 'Geschichte Mitteldeutschlands' hat ihr Publikum gefunden," so MDR-Fernsehdirektor Henning Röhl. "Damit beweist der MDR, dass es möglich ist, auch zur besten Sendezeit und gegen attraktive Shows und Filme mit Dokumentationen Hunderttausende anspruchsvolle Zuschauer zu gewinnen. Die Zahlen sind das eine - genau so wichtig ist uns aber, dass diese Region und ihre spannende Geschichte damit ins Gespräch kommen." Der zweite Film der neuen Staffel berichtet am Sonntag, 15. Oktober, 20.15 Uhr über "Moderne Zeiten - Webstuhl, Stickstoff, Mikroskope". Er schildert den imposanten und teils dramatischen wirtschaftlichen Aufstieg Mitteldeutschlands zum industriellen Zentrum - bis zum schnellen Fall. Industriepioniere und Sozialreformer, Wirtschaftsvisionäre und Arbeiterschicksale stehen im Zentrum. Gedreht wurde unter anderem in Chemnitz, Crimmitschau, Ernstthal und Harthau, in Zwickau, Mylau und Reichenbach, in Jena, Gera, Greiz, Schkopau und Zeitz, in Vockerode, in Leipzig und Dresden. Der Film spannt den Bogen von der Erfindung der Spinnmaschine bis zum heutigen Wandel im Chemiedreieck Leuna - Schkopau - Bitterfeld. Bereits 1798 gelingt es dem Kaufmann Karl Friedrich Bernhard in Harthau bei Chemnitz mit Hilfe des englischen Spinnmeisters Evans eine Spinnmaschine nach englischem Vorbild zu errichten, die mehr Garn produzieren kann, als die geschicktesten Frauenhände am Spinnrad. Von nun an zwingen die Maschinen allen ihren Takt auf. Voller Hass zertrümmern 1831 sächsische Arbeiter ihre Maschinen und Webstühle. Trotz schwerster Arbeit darben ihre Familien. Doch der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Die Industrielle Revolution hat Mitteldeutschland mit voller Wucht erreicht. Sie schuf die Grundlage für das "sächsische Manchester" Chemnitz, für Unternehmer wie Carl Zeiss und Sozialreformer wie Ernst Abbe in Jena und für die mitteldeutsche Chemieindustrie. Am Beispiel der Chemie zeigt der Film aber auch die zweiten Seiten einer Medaille: "Chemie macht schön" heißt es in Werbesprüchen der Ulbricht-Ära. In den Laboren und Chemiewerken der Region ist aber auch das Giftgas für die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs entwickelt und produziert worden. Heute ist die ehemalige "Industriemacht" Mitteldeutschland weitgehend entindustrialisiert, die Schlote von einst sind gesprengt. Neue Arbeitsplätze entstehen zumeist im Dienstleistungsbereich. Begleitende und vertiefende Informationen zum Multimediaprojekt "Geschichte Mitteldeutschlands" gibt es auch im MDR-Text, Tafeln 670 bis 673 und im Internet unter www.mdr.de/geschichte. Ein Faltblatt ist über die Zuschauerredaktion, Tel.: 01803/ 42 43 44, sowie in den Filialen der Deutschen Post in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhältlich. Es informiert zu allen wichtigen Sendungen im Fernsehen und Hörfunk sowie zum Begleitbuch und zur CD-ROM. ots Originaltext: MDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: MDR Kommunikation und Marketing Frank-Thomas Suppé Tel.: 0341/300-6401 Fax: 0341/300-6460 E-Mail: kommunikation@mdr.de; honorarfreie Fotos zu den Filmen erhalten Sie in der Datenbank www.ard-foto.de. Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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