MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Fünf ARD-Sender kooperieren jetzt beim Rechenzentrum
Auch der Saarländische Rundfunk lässt künftig beim IVZ Berlin rechnen

    Leipzig (ots) - Am Informations-Verarbeitungszentrum (IVZ) Berlin,
das bisher schon für vier ARD-Rundfunkanstalten (MDR, NDR, ORB und
SFB) als Rechenzentrum für die elektronische Datenverarbeitung tätig
ist, hat sich mit dem Saarländischen Rundfunk zum 1.1.2000 ein
weiterer Gesellschafter beteiligt. Damit lassen nun schon fünf der
insgesamt zehn Landesrundfunkanstalten der ARD in Berlin insbesondere
betriebswirtschaftliche und archivarische Daten erfassen und
verarbeiten.
    
    Wie MDR-Verwaltungsdirektor Rolf Markner als Vorsitzender des
Verwaltungsrates des IVZ mitteilt, ist das Rechenzentrum für die drei
Gründungsanstalten MDR, ORB und SFB darüber hinaus auch bei der
Planung und Organisation sowie der Hardwarebeschaffung und
Softwareentwicklung auf dem Gebiet der EDV tätig. Außerdem werden für
Radio Bremen, die Deutsche Welle und DeutschlandRadio (einschließlich
der ROC GmbH) Dienstleistungen im Bereich der Archivanwendungen
erbracht. Schließlich lassen auch die Werbegesellschaften des MDR,
des ORB und des SFB beim IVZ rechnen.
    
    Zur Zeit sind beim IVZ, das beim SFB angesiedelt ist, unter
Leitung von Geschäftsführer Ralf Zerbian 35 Mitarbeiter beschäftigt.
Markner betonte, dass die beteiligten Anstalten mit ihrer
Zusammenarbeit erhebliche Rationalisierungspotentiale ausschöpfen.
Rechnerleistung mit vergleichbarer Kapazität und Verfügbarkeit im
24-Stunden-Betrieb könnte keine Anstalt im Alleingang betreiben und
finanzieren. Er äußerte sich davon überzeugt, dass in absehbarer Zeit
zumindest eine weitere ARD-Anstalt dem IVZ beitreten werde.
    
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