Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Kfz-Gewerbe fordert klare Regeln für die Garantievergütung

Beim Pressegespräch der Mitgliederversammlung: ZDK-Präsident Jürgen Karpinski (2.v.l.), die Vizepräsidenten Ulrich Fromme (l.) und Wilhelm Hülsdonk (2.v.r.) und Niklas Burmester, Geschäftsführer des Saarländischen Kfz-Verbandes. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/7865 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle ...

Saarbrücken (ots) - Klare und aufwandsgerechte Regeln für die Garantievergütung im Kfz-Gewerbe hat ZDK-Präsident Jürgen Karpinski gefordert. Anlässlich der ZDK-Mitgliederversammlung in Saarbrücken bezeichnete er die derzeitige Situation als Ärgernis für die Autohäuser und Werkstätten. Einerseits hätten sie einen deutlich höheren administrativen Aufwand als bei normalen Servicearbeiten zu treiben. Andererseits reiche die Vergütung des Herstellers oder Importeurs oft nicht einmal aus, um zumindest den betrieblichen Aufwand zu decken. Der ZDK unterstütze daher die Fabrikatsverbände mit betriebswirtschaftlichen Argumenten, diese Forderung in ihrem Dialog mit den Herstellern und Importeuren umzusetzen.

Stimmung im Kfz-Gewerbe ist "recht optimistisch"

Als "recht optimistisch" bezeichnete Karpinski die momentane Stimmung in den 38 500 Kfz-Betrieben. Auf Basis der vorläufigen Ergebnisse des aktuellen ZDK-Geschäftsklimaindexes beurteilt über die Hälfte der befragten Unternehmen die aktuelle Lage im Neuwagenbereich im laufenden zweiten Quartal 2015 als gut oder befriedigend. Der Gebrauchtwagensektor schneidet ähnlich positiv ab. Am besten allerdings wird die aktuelle Lage im Service beurteilt. Die Werkstattauslastung ist beim größten Teil der befragten Unternehmen gut oder befriedigend. Für das dritte Quartal 2015 erwarten die Unternehmen mehrheitlich eine stabile, saisonübliche Geschäftslage. Die aktuellen Zulassungszahlen unterstreichen nach Ansicht des ZDK diese Einschätzung. Von Januar bis Mai liege das Neuwagengeschäft mengenmäßig um 3,6 Prozent über dem Vorjahr, hauptsächlich getragen von den gewerblichen Zulassungen mit plus 7,1 Prozent. "Für das erste Halbjahr können wir einen Zuwachs zwischen 3 und 4 Prozent bei den Neuzulassungen erwarten", so der ZDK-Präsident.

Über drei Millionen Neuzulassungen in 2015 möglich

Von der derzeitigen positiven Stimmung könnte nach Ansicht des ZDK das gesamte Autojahr 2015 profitieren. "Deshalb wäre es nicht verwunderlich, wenn wir am Ende des Jahres eine Drei vor das Komma bei den Neuzulassungen schreiben", so Karpinski. Das setze allerdings weiterhin stabile gesamtwirtschaftliche Bedingungen und einen möglichst krisenfreien Euro-Raum voraus. Damit korrigierte der ZDK die Prognose für das Neuwagengeschäft 2015 nach oben, die aufgrund der gesamtwirtschaftlich eher trüben Herbststimmung 2014 im vergangenen November mit 2,95 Millionen Einheiten beziffert worden war. Das Gebrauchtwagengeschäft - mit zirka 7 Millionen Besitzumschreibungen - und der Servicebereich werden sich nach Einschätzung des ZDK mindestens auf dem Niveau von 2014 bewegen.

Ungesunde Entwicklung bei Hersteller- und Händlerzulassungen

Bei den Pkw-Besitzumschreibungen gab es von Januar bis Mai bundesweit ein Plus von rund drei Prozent. Der Zuwachs gehe laut ZDK teilweise zu Lasten des privaten Neuwagengeschäfts, das bisher um 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert liege. Vor allem die Privatkunden bedienten sich immer häufiger im Bereich der jungen Gebrauchtwagen. Dieser Markt werde zurzeit durch die hohe Zahl der Händler- und Herstellerzulassungen gut gefüttert. Deren Anteil von 30,5 Prozent an allen Neuzulassungen sei so hoch wie seit Jahren nicht. "Der Handel ächzt unter den Vertriebszielen der Hersteller und Importeure", sagte ZDK-Präsident Karpinski. "Das ist eine ungesunde Entwicklung, weil sie nicht dazu beiträgt, die dringend notwendige Rendite auf ein ordentliches Niveau von mindestens drei Prozent zu heben."

Pressekontakt:

Ulrich Köster, Pressesprecher
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