Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Kfz-Gewerbe fordert Plakette für E-Fahrzeuge

Bonn (ots) - Elektrisch betriebene Fahrzeuge sollten mittels einer Plakette gekennzeichnet werden. Das fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in seiner Stellungnahme zum Entwurf des Elektromobilitätsgesetzes (EMoG). Statt eines Sonderkennzeichens ließe sich mit der Plakettenlösung zusätzlicher bürokratischer Aufwand vermeiden, so ein ZDK-Sprecher. Außerdem sei nur so eine einheitliche Lösung möglich, da im Ausland zugelassene E-Fahrzeuge laut Gesetzentwurf durch eine Plakette gekennzeichnet werden sollen. Nicht zuletzt sei die notwendige Infrastruktur für die Plakettenvergabe in Deutschland bereits vorhanden. "Wie bei Umweltplaketten sollte diese Vergabe über die Zulassungsbehörden, die Überwachungsorganisationen und die berechtigten Kfz-Betriebe erfolgen", so der Sprecher. Eine Beschränkung der Ausgabe auf die Zulassungsbehörden lehne der ZDK hingegen ab.

Über die Regelungen des Gesetzentwurfs hinausgehende Anreize zur weiteren Verbreitung von E-Fahrzeugen würde nach Überzeugung des ZDK die Möglichkeit der Sonderabschreibung bei gewerblich genutzten Fahrzeugen in Höhe von 50 Prozent der Anschaffungskosten im ersten Jahr der Nutzung schaffen. Gerade die dadurch besonders angesprochenen Anbieter regionaler Dienstleistungen, wie Handwerk, Pflege oder Kurierdienste, könnten dafür sorgen, dass endlich eine nennenswerte Zahl von Elektrofahrzeugen auf die Straße komme und so als Wegbereiter der Elektromobilität fungierten.

Unabdingbar sei ferner die Schaffung einer Ladeinfrastruktur, die für alle Elektrofahrzeuge genutzt werden könne, so der Sprecher. Deshalb dürfe es keine einseitige Ausrichtung der Schnellladeinfrastruktur auf die europäische CCS-Norm (Combined Charging Standard) geben, da ein hoher Anteil von Elektrofahrzeugen nur über eine so genannte CHAdeMO-Schnittstelle (CHArge de MOve) verfüge und an solchen Stationen folglich nicht geladen werden könnte. Das Beispiel anderer Länder zeige, dass Multicharger-Ladestationen, die beiden Standards gerecht werden, ohne ins Gewicht fallende Mehrkosten errichtet werden könnten, so der Sprecher.

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Ulrich Köster, Pressesprecher
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