Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Kfz-Gewerbe übt Kritik am Mindestlohn - Verhaltene Erwartungen für Sommerquartal

Geschäftsklimaindex. Zeitreihe Entwicklung bis 2. Quartal 2014. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/7865 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe/ProMotor"

Bremen (ots) - Das Anheben des Mindestalters auf 21 Jahre beim Mindestlohn hat der neue ZDK-Präsident Jürgen Karpinski gefordert. Durch die derzeit gewählte niedrige Altersgrenze von 18 Jahren könnten potenzielle Auszubildende auf die Idee kommen, nach dem Schulabschluss statt einer Ausbildung lieber gleich den Weg auf den Arbeitsmarkt zu suchen. Auch im Kfz-Gewerbe liege die durchschnittliche Ausbildungsvergütung unter der geplanten Höhe des Mindestlohns. "In der jetzigen Form behindert die Mindestlohnregelung das Bemühen um qualifizierten Nachwuchs in massiver Weise", so Karpinski.

Eine Flucht der jungen Leute vor der Ausbildung in den finanziell im ersten Moment attraktiveren Mindestlohn müsse verhindert werden, so Karpinski. Außerdem dürften die Ausbildungsbetriebe nicht demotiviert werden, denn der Kfz-Mechatroniker sei unverändert der Ausbildungsberuf Nummer 1 im gewerblichen Bereich.

Zurückhaltend optimistisch bewertete der neue ZDK-Präsident die Stimmung in den Kfz-Betrieben bezogen auf das kommende Sommer- und Ferienquartal. Auf Basis der Daten des aktuellen ZDK-Geschäftsklimaindexes gingen drei Viertel der befragten Betriebe für das dritte Quartal von einem befriedigenden beziehungsweise saisonüblichen Geschäftsverlauf aus. Entsprechend sank der Index-Wert zur erwarteten Geschäftslage um 6,7 Punkte auf 108 gegenüber dem zweiten Quartal (114,7). Die aktuelle Lage in den Autohäusern und Werkstätten wird hingegen von vier Fünfteln der befragten Betriebe als "gut" oder "saisonüblich" bewertet. Gegenüber dem ersten Quartal (102,7) stieg der Index-Wert um 9,5 Punkte auf 112,2 Punkte.

Bei den Pkw-Neuzulassungen rechnet der ZDK im ersten Halbjahr mit einem Zuwachs zwischen drei und vier Prozent. Der Anteil der Privatkäufer sei im Jahresvergleich leicht gestiegen. Allerdings sei die Konsumfreude im Land bisher bedauerlicherweise nur begrenzt in den Autohäusern und Werkstätten angekommen, sagte Karpinski. Für das laufende Jahr 2014 rechnet der ZDK mit insgesamt mehr als drei Millionen Neuzulassungen. Das Gebrauchtwagengeschäft und der Servicebereich werden sich nach Einschätzung des Verbandes auf dem Niveau von 2013 bewegen.

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