Anneliese Pohl-Stiftung

Hessische Krebsgesellschaft begrüßt Engagement der Anneliese Pohl-Stiftung
Eröffnung der Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle zur Unterstützung von Krebspatienten und deren Angehörigen

In Gedenken an seine verstorbene Ehefrau gründete Prof. Dr. Reinfried Pohl die Anneliese Pohl-Stiftung. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Anneliese Pohl-Stiftung". Weiterer Text über ots und www.presseportal.de

Marburg (ots) - Am 22. Januar 2010 erweitert die Hessische Krebsgesellschaft e.V. ihr bestehendes Netz an psychosozialen Krebsberatungsstellen um eine neue Anlaufstelle für Krebspatienten und deren Angehörige: Durch die großzügigen Zuwendungen der von Prof. Dr. Reinfried Pohl in Gedenken an seine verstorbene Ehefrau gegründeten Anneliese Pohl-Stiftung wurde die Anneliese Pohl-Psychosoziale Krebsberatungsstelle Marburg eröffnet. Fördermittel werden zudem von der Deutschen Krebshilfe e.V. im Rahmen ihres Förderschwerpunktprogramms "Psycho-soziale Krebsberatungsstellen" gewährt. Und auch die Stadt Marburg unterstützt den Neuaufbau und Betrieb der neu etablierten Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle Marburg. Ab Anfang Februar sorgen ausgebildete Psychologen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen für optimale Betreuung. Das kostenfreie Beratungsangebot wird dabei an den individuellen Bedarf der Ratsuchenden angepasst.

Betreuung von Erkrankten und deren Angehörigen

Mit der Krebserkrankung eines Familienmitglieds gehen meist Veränderungen der Lebenssituation sowohl des Erkrankten als auch der Angehörigen einher. Oft kommt es zu einer außerordentlichen Belastung aller Beteiligten. Daher richtet sich die Anneliese Pohl-Psychosoziale Krebsberatungsstelle auch an Familienmitglieder und alle anderen Angehörigen der Betroffenen. In der Beratung wird nach Entlastungsmöglichkeiten gesucht und Unterstützung bei der Lösung konkreter Lebensprobleme angeboten.

Hochqualifizierte Beratung

Wie bei allen von der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. errichteten Beratungsstellen, ist auch bei der Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle Marburg die individuelle und auf die Lebensumstände der Ratsuchenden angepasste Beratung ausschlaggebend. Ob persönliche, finanzielle oder familiäre Belange - die Beratung erstreckt sich in jeder Phase der Erkrankung über ein breites Themenspektrum. Speziell ausgebildetes und geschultes Fachpersonal mit einem breiten Wissen und Erfahrungsschatz in der Onkologie und Psychoonkologie stehen den Betroffenen auf ihrem schwierigen Weg der Krankheit zur Seite.

Anneliese Pohl-Stiftung für Krebsforschung und Begleitung von Krebspatienten

Die Anneliese Pohl-Stiftung wurde Ende 2009 von Prof. Dr. Reinfried Pohl gegründet. Als die größte im Jahr 2009 in Mittelhessen errichtete Stiftung verfügt sie über ein Stiftungsvermögen in Höhe von einer Million Euro. Hinzu kommt ein weitere Million Euro an zweckgebundenen Zuwendungen für die Anneliese Pohl-Psychosoziale Krebsberatungsstelle, die in zehn Jahresraten ausgezahlt werden. Die Anneliese Pohl-Stiftung setzt sich für die Krebsforschung und die Unterstützung und Begleitung von an Krebs erkrankten Personen ein. Um dies bestmöglich zu erfüllen, wurde die Anneliese Pohl-Psychosoziale Krebsberatungsstelle in Marburg gegründet.

Engagement in Marburg

Anneliese Pohl, die im Juli 2008 verstorben ist, war die Ehefrau des Stifters und Vorsitzenden des Kuratoriums der Anneliese Pohl-Stiftung, Prof. Dr. Reinfried Pohl. Prof. Dr. Reinfried Pohl, der auch Ehrenbürger von Marburg und Ehrensenator der dortigen Philipps-Universität ist, möchte mit dieser Stiftung ein besonderes Zeichen setzen: "Der Geburtsort meiner Frau ist Marburg. In dieser Stadt haben wir über 50 Jahre gemeinsam glücklich gelebt. Mit ihrer tatkräftigen Unterstützung habe ich eines der erfolgreichsten deutschen Familienunternehmen aufgebaut. Für uns galt immer der Leitspruch: "Menschen brauchen Menschen". Es ist in ihrem Sinne, dass mit der Anneliese Pohl-Stiftung nun in Marburg Patienten unterstützt und begleitet werden, die aufgrund ihrer Krebserkrankung dringend der Hilfe durch andere Menschen bedürfen". Die Einrichtung der Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle wird von der zentralen Krebsberatungsstelle der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. in Frankfurt am Main betreut.

Hessische Krebsgesellschaft e.V.

Träger der Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle Marburg ist die Hessische Krebsgesellschaft e.V. Sie ist ein gemeinnütziger Verein onkologisch tätiger Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Förderer aus dem öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Bereich sowie Betroffener und Interessierter, deren Zweck in der Bekämpfung der Krebskrankheiten im Bundesland Hessen liegt. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. gehören Prävention, Früherkennung, Krebsnachsorge, Verbesserung der Heilungschancen, die Vernetzung aller Organisationen, die Krebskranke und deren Angehörige unterstützen, und insbesondere auch die psychosoziale Krebsberatung. Ihrer Satzung gemäß verfolgt die Hessische Krebsgesellschaft den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von psychosozialen Krebsberatungsstellen. Mit der Eröffnung der Anneliese Pohl-Psychosozialen Krebsberatungsstelle Marburg, die später auch Gießen mitversorgen wird, sowie dem Neuaufbau psychosozialer Krebsberatungsstellen in Wiesbaden im April 2010 und Fulda in der 2. Jahreshälfte 2010 kommt sie diesem Ziel ein gutes Stück näher.

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