EXKLUSIV: Das wirklich wahre Antlitz William Shakespeares

Hamburg (ots) - Wissenschafts-Meldung zur März-Ausgabe von GEO: In seiner März-Ausgabe stellt das Magazin GEO erstmals und exklusiv eine Büste vor, die zu Lebzeiten William Shakespeares entstanden ist und die Züge des berühmten englischen Dichters dreidimensional und in beispielloser Naturtreue wiedergibt. Dabei werden auch die kulturhistorischen Hintergründe geschildert und die Methoden beschrieben, mit denen die Mainzer Professorin für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft, Hildegard Hammerschmidt-Hummel, die Authentizität dieses und anderer Bildnisse des Dramatikers nachgewiesen hat. Bei der dreidimensionalen Darstellung handelt es sich um die so genannte Dave-nant-Büste, ein Meisterwerk, das wenige Jahre vor dem Tod des Dichters entstanden sein muss. Die heute in einem noblen Londoner Club aufbewahrte Terracotta-Büste galt bisher als unecht, weil der Finder der Büste die Umstände verschleiert hat, unter denen er in Besitz des Kunstwerks gekommen ist. Den wahren Hergang konnte Hammerschmidt-Hummel aufgrund der Tagebuch-Notizen des Finders, Wil-liam Clift, rekonstruieren. Dass die Skulptur wirklich die Züge Shakespeares auf das Genaueste wiedergibt, und dass sie nach dem lebenden Modell geschaffen ist, belegte die Forscherin in Zusammenarbeit mit Experten verschiedener Disziplinen durch Vergleiche mit anderen Bildnissen Shakespeares, deren Authentizität feststeht oder von Hammerschmidt-Hummel in ihrem in Kürze erscheinenden Buch "Die authentischen Gesichtszüge William Shakespeares" erhärtet wird. Zum Beispiel stellte der hinzugezogene Sachverständige des Bundeskriminalamtes signifikante Übereinstimmungen der Gesichtszüge der Davenant-Büste mit denen der Darmstädter Shakespeare-Totenmaske, des Chandos- und Flower-Porträts, der Grabbüste des Dichters und des bekannten Droeshout-Stichs fest - Darstellungen, die für echt befunden oder den neuen Erkenntnissen zufolge unmittelbar auf Origi-nalbildnisse des Dichters zurückgeführt werden können. Als besonders aufschlussreich erwiesen sich die von Medizinern diagnostizierten Krankheitsmerkmale im Gesicht des Porträtierten. Praktisch alle Bildnisse enthalten Hinweise auf eine Verformung oberhalb des linken Augenlids, Schwellungen im linken inneren Augenwinkel und eine auffallend erhabene Stelle auf der Stirn - alle-samt womöglich Symptome einer "systemischen Sarkoidose". Die naturgetreue Wiedergabe auch solch wenig ästhetischer Details war zur Zeit der Renaissance üblich. Dies ist heute für Wissenschaftler eine entscheidende Grundlage für die Zu- und zeitliche Einordnung von Bildnissen. Hammerschmidt-Hummel ist damit der Beweis gelungen, dass die Davenant-Büste tatsächlich den Dichter William Shakespeare darstellt, und zwar genau so, wie er in seinem Leben ausgesehen hat. Das Märzheft von GEO erscheint am 20.2.2006. Weitere Hintergrundinformationen und Bilder finden sich ab sofort im Internet unter geo.de/shakespeare. Eine allgemeine Pressekonferenz zu den neuen Erkenntnissen findet statt am 22.2.2006 um 11.00 Uhr im Magistratssaal der Stadt Darmstadt (Neues Rathaus, Luisenplatz 5 a). Dort wird die Forscherin ihr Buch "Die authentischen Gesichtszüge William Shakespeares. Die Totenmaske des Dichters und Bildnisse aus drei Le-bensabschnitten" vorstellen, das im Georg Olms Verlag und in Kürze bei Chaucer Press in London erscheint. Ansprechpartner für die Presse: Lisette Nichtweiß, Tel. 06151-132021, Email: lisette.nichtweiss@darmstadt.de. Hildegard Hammerschmidt-Hummel, Tel. 0611-521989, Email h.hammerschmidt-hummel@t-online.de. Ein Bild der Büste finden Sie unter www.geo.de/presse-download zum Down-load. Maike Pelikan GEO Marktkommunikation 20444 Hamburg Tel.: 040/3703-2157, Fax: 040/3703-5683 E-Mail: pelikan.maike@geo.de GEO im Internet: www.GEO.de

Das könnte Sie auch interessieren: