Hamburg (ots) - Die schnellste Kamera der Welt arbeitet seit kurzem am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. Wie das Magazin GEO in seiner September-Ausgabe berichtet, ist das von einer MIT-Forschergruppe um Professor Ramesh Raskar entwickelte System in der Lage, pro Sekunde fast eine halbe Billion Bilder zu schießen. "Femto-Fotografie" nennt Raskar seine Erfindung.
Die Technik arbeitet derart schnell, dass damit sogar die Bewegung und Ausbreitung von Lichtwellen dokumentiert werden kann. Dabei kommt ein Titan-Saphir-Laser zum Einsatz, der etwa alle 13 Milliardstelsekunden einen Lichtpuls aussendet. Da die Kamera jedoch in nur einer Milliardstelsekunde rund 480 Bilder macht, erscheint die Reflexion eines solchen Laserblitzes auf den Fotos als eine kurze Lichtspur, die sich je nach Aufnahmezeitpunkt an einem anderen Ort befindet. Zusammengesetzt ergeben diese Bilder deshalb einen Film, der die Lichtpartikel, die Photonen, in ihrer Bewegung zeigt.
Wenn die Femto-Fotografie erst zur Anwendungsreife gebracht sei, so die MIT-Forscher, sei sie ebenso in der industriellen Materialprüfung einsetzbar wie in der Medizin: etwa als Ersatz für die Ultraschallfotografie.
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