Gruner+Jahr, GEO

GEO initiiert Forschungsprogramm zur alpinen Biodiversität
Wieviele Arten leben auf einem Berg?
Langfriststudie zur Artenvielfalt in der Schweiz

Hamburg (ots) - Im Juni 2000 wurden auf Initiative des Magazins GEO und der Schweizer Naturmuseen auf der Alp Flix im Schweizer Kanton Graubünden während einer 24-Stunden-Aktion 2092 Tier- und Pflanzenarten wissenschaftlich dokumentiert. Dabei fanden die Experten mehrere in der Schweiz noch unbenannte Spezies, sowie eine Dungmückenart der Gattung Rexoza, die der wissenschaftlichen Welt bis dato völlig unbekannt war. Aus diesem "GEO-Tag der Artenvielfalt" wird jetzt das langfristige Forschungsprojekt "Schatzinsel Alp Flix". Denn so sensationell die Ergebnisse des "Bio-Blitz" in den Alpen waren, sie spiegeln zwangsläufig nur einen Teil der lokalen Biodiversität wieder. Unter Leitung des Bündner Natur-Museums in Chur werden Wissenschaftler aus dem In- und Ausland deshalb zunächst für drei Jahre die gesamte Biodiversität zwischen der Gemeinde Sur auf 1584 Metern und dem Gipfel der Tschima da Flix auf 3200 Metern Höhe erfassen und ökologische Zusammenhänge in Abhängigkeit von Klima- und Jahreszyklus klären. Diese Untersuchungen zur "funktionellen Biodiversität" sollen Zu- und Abwanderungen, Rückzugsgebiete, Aktivitätsphasen und Organismenverteilung sowie die ökologischen Hintergründe für die natürlichen Schwankungen ermitteln. "Studien zur Alpenbiologie finden im wesentlichen im August und im September statt. Wir wollen jetzt mehr darüber herausfinden, was während des restlichen Jahres geschieht", erklärt Jürg Paul Müller, Direktor des Museums in Chur, das Forschungsziel. Müller schätzt, dass seine Kollegen auf der Alp Flix bis zu 10000 verschiedene Arten finden werden. Aus den Ergebnissen lassen sich auch Verbreitungskarten ausgewählter Tier- und Pflanzenarten erstellen, die als Indikatoren für den Zustand des Ökosystems Alp Flix gelten können. Das Gebiet erhält auf diese Weise den Rang eines europäischen Biodiversitäts-Zentrums. Für die wissenschaftliche Arbeit stellt die Gemeinde Sur den Forschern ein eigens dazu hergerichtetes Haus auf der Alp Flix zur Verfügung. Von dort aus werden auch Führungen für interessierte Touristen angeboten. Wissenschaftler aus Universitäten, Instituten oder Museen, die Untersuchungen im Rahmen der "Studie zur alpinen Biodiversität" durchführen wollen, können sich bis 1.Juni 2001 mit konkreten Projektvorschlägen unter dem Stichwort "Alp Flix" an das Bündner Natur-Museum, CH-7000 Chur, Masanserstr. 31, wenden. Ein Stiftungsrat, der die Studie betreut, wählt nach den Anträgen jene Expertenteams aus, die auf der Alp Flix arbeiten werden.Finanziert wird das Projekt von der Bündner Gemeinde Sur, der Ricola AG und dem Magazin GEO. ots Originaltext: Geo Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Pressedienst Gruner + Jahr AG & Co. Druck- und Verlagshaus Hamburg Für Rückfragen und Belege Gabriele Pfau Presse und Information e-mail: pfau.gabriele@geo.de Telefon: (040) 3703-2157 Telefax: (040) 3703-5748 Am Baumwall 11 Postfach 20444 Hamburg Original-Content von: Gruner+Jahr, GEO, übermittelt durch news aktuell

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