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GEO: Väter sind besser als ihr Ruf
Neue Studien zum Einfluss der Väter auf ihre Kinder

Hamburg (ots) - Das Schreckgespenst einer "vaterlosen Gesellschaft" bedarf einer gründlichen Revision. Väter sind besser als ihr Ruf, weit wichtiger für ihre Kinder als bisher angenommen, und sie spielen nach neuesten Erkenntnissen vor allem emotional eine ganz andere Rolle, als die Wissenschaft ihnen lange Jahre attestiert hat. Das berichtet das Hamburger Reportage-Magazin GEO in seiner bereits in diesen Tagen erscheinenden Januar-Ausgabe. Der unfähige und/oder unwillige und/oder ungreifbare Erzieher ist Klischee. An die Stelle des klassischen, abwesenden "Arbeitsvaters" sind nicht nur zunehmend Hausmänner, Tagesväter, Alleinerzieher getreten, sondern auch das Wissen von der Bedeutung des Mannes in der Kindererziehung wandelt sich, seit ein blinder Fleck in Soziologie und Psychologie zusehends Farbe bekommt: die Väterforschung. Wie das Hamburger Reportage-Magazin GEO berichtet, sind Wissenschaftler unter anderem in Deutschland und den USA zu dem Schluss gekommen, dass gegenwärtig eine "Re-Familiarisierung des Mannes" stattfindet, also Männer immer mehr häusliche Aufgaben übernehmen. Alleinerziehende Väter sind die am schnellsten wachsende "Familienform" in Deutschland, mit einer Steigerungsrate von 250 Prozent in den letzten 40 Jahren. Männer erleben ähnliche "Hormonausschläge" beim Umgang mit ihren Kindern wie Frauen. 65 Prozent aller Männer zeigen nach einer Studie Schwangerschaftssymptome wie Appetitschübe, Stimmungswechsel, Kopfschmerzen. Väter sprechen genauso viel mit ihren Babies, küssen sie genauso oft. "Mit Ausnahme des Stillens", zitiert GEO den Wissenschaftler Michael Lomb, "gibt es keinerlei Hinweis, dass Frauen biologisch prädisponiert sind, der bessere Elternteil zu sein." Nicht die Biologie, ausschließlich soziale Konventionen erzeugten die traditionelle Teilung elterlicher Verantwortung. Besonderheit der Väter: Sie verwenden einen wesentlich größeren Anteil ihrer Zeit auf Spielen mit Kindern als Mütter. Wobei sie selten Spielzeug einsetzen und häufiger sich selbst und dabei für die Kinder "anstrengender", aber auch "anregender" seien. Weitere aktuelle Forschungsergebnisse: Männer steuern vor allem den "explorativen" Aspekt der Entwicklung eines Kindes, dessen Weltbezug - und damit das, was Kinder fit mache für ihre Lebensumwelt. Und: Väter strafen dabei weniger als Mütter. ots Originaltext: GEO Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen und Belege: Gabriele Pfau Presse und Information Telefon: (040) 3703-2157 Telefax: (040) 3703-5748 e-mail: pfau.gabriele@geo.de Original-Content von: Gruner+Jahr, GEO, übermittelt durch news aktuell

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