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Der Bauch denkt mit
Signale aus dem Reich der Mitte

Hamburg (ots) - Gefühl und Intuition des Menschen, so lassen jüngste Experimente von Wissenschaftlern vermuten, werden vom "Bauchhirn" mitgesteuert: von jenen 100 Milliarden Nervenzellen, die den Verdauungstrakt umhüllen - mehr als im Rückenmark vorhanden sind. Das berichtet das Magazin GEO in seiner November-Ausgabe. Die Forscher versprechen sich schon bald Erkenntnisse, die das Menschenbild verändern könnten. Das "zweite Gehirn" speichere auf unbewusste Weise Körperreaktionen bei psychischen Prozessen, und diese Botschaften des Bauches würden bei Bedarf abgerufen und vermeintlich rationale Entscheidungen eines Menschen beeinflussen. Das Enterische Nervensystem arbeite autonom und sende viel mehr Signale hinauf zum Kopfhirn, als es umgekehrt von diesem empfange. Das Bauchhirn kann aber auch erkranken und Neurosen entwickeln. Forscher sehen in Fehlfunktionen dieses Nervensystems die Ursache für weit verbreitete Leiden wie das Reizdarm-Syndrom oder Morbus Crohn; und es wird in Zusammenhang gebracht mit Angstpsychosen und Depressionen. Instinktiv haben Ökonomen die Bedeutung der Millionen Nervenzellen in der Mitte des menschlichen Körpers erkannt: "Höre auf Deinen Bauch", heißt es in Manager-Kursen, und Börsenmakler werden angehalten, ihre Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" zu optimieren. ots Originaltext: GEO Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen und Belege Gabriele Pfau Presse und Information e-mail: pfau.gabriele@geo.de Telefon: (040) 3703-2157 Telefax: (040) 3703-5748 Am Baumwall 11 Postfach 20444 Hamburg Original-Content von: Gruner+Jahr, GEO, übermittelt durch news aktuell

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