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Special "Peru und Bolivien": Nicholas Shakespeare und der Todesengel

Hamburg (ots) - Der weltberühmte und von Hollywood verfilmte Roman des englischen Autors Nicholas Shakespeare über Perus bekannteste Terroristin, "Der Obrist und die Tänzerin", hat eine Fortsetzung gefunden. Für das GEO Special "Peru und Bolivien" reiste Shakespeare nach Lima, um in einem dortigen Hochsicherheitsgefängnis erstmals jener geheimnisvollen Ballerina persönlich zu begegnen, die einst den berüchtigten Guerilla-Chef des "Leuchtenden Pfades" bei sich versteckt hatte.

Die Vorgeschichte: Am 12. September 1992 wird in Lima Abimael Guzmán verhaftet, der Anführer des Leuchtenden Pfads, der skrupellosesten Guerilla Lateinamerikas. Guzmán wurde versteckt von Maritza Garrido Lecca, der 27-jährigen Tochter einer Mittelschichtsfamilie, Einzelkind und Konventschülerin. Die schöne Tänzerin, der blutrünstige Revolutionär, die dramatischen Ereignisse inspirierten Nicholas Shakespeare zu seinem Roman "Der Obrist und die Tänzerin". Ein Welterfolg, John Malkovich verfilmte den Stoff, Javier Bardem spielte die Hauptrolle.

Die Reportage: "Es ist ein erhabener Moment, jemanden zu treffen, den man aufs Intimste kennt, obwohl man ihn aus fremden Erinnerungen zusammensetzen musste", schreibt Shakespeare. "Ich weiß, was Maritzas argentinischer Ehemann Saúl Mankevic über sie dachte, ihr dichtender Liebhaber Rafael Dávila, die Direktorin des Ballet Nacional, wo Maritza eine Fee tanzte. Sie hätte die beste Ballerina Perus sein können, sagte sie mir. Eines aber konnte ich nie durchdringen, und womöglich war das einer der Gründe, einen Roman über sie zu schreiben: Weshalb Maritza das Ballett sein ließ und sie, ausgerechnet sie, die sanfte Künstlerin, sich dem bewaffneten Kampf anschloss."

Sechs Stunden lang sprach Shakespeare mit Maritza - er kam als "Freund" zu ihr ins Gefängnis, das peruanische Justizministerium verbietet offiziell jeden Kontakt mit Journalisten. Maritza ist noch immer von den revolutionären Ideen des Leuchtenden Pfads überzeugt - streitet aber bis heute standhaft ab, zu wissen, wen sie da im ersten Stock ihres Tanzstudios versteckte. Eine Lüge, wie Shakespeare herausfand - im Gespräch mit jenem Kommissar, der Maritza damals verhaftete. Der gab zu Protokoll: "Als ich damals in meinem Büro Guzmán verhörte, ließ ich Maritza dazukommen, um ihre Reaktion zu beobachten. Sie betrat den Raum und konnte ihre Gefühle nicht kontrollieren. Sie rannte auf ihn zu und umarmte ihn."

Bis heute ist Maritza Garrido Lecca das Gesicht des Leuchtenden Pfads in Peru. Shakespeares Buch über Maritza ist dort wohlbekannt, sein Besuch bei ihr wird in den peruanischen Medien für Aufsehen sorgen.

Das GEO Special "Peru und Bolivien" kostet acht Euro (mit DVD15,90 Euro) und ist ab sofort im Handel erhältlich.

Unter www.geo.de/presse-download finden Sie das aktuelle Heftcover zum Download.

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Maike Pelikan
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