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GESCHICHTE: Die Juden und die Pest

    Hamburg (ots) - Wissenschaftler der Universität New York haben eine Erklärung gefunden, warum die jüdischen Bürger Erfurts 1349 von der Pest weitgehend verschont worden sind. Wie das Magazin GEO in seiner Dezember-Ausgabe berichtet, erreichte die Seuche ihren Höhepunkt im Frühjahr, etwa zur Zeit des Passahfestes. Zu dieser Gelegenheit entfernen die Juden traditionell alles Getreide und alle Getreideprodukte aus ihren Wohnungen. Durch diese Reinheitsvorschrift aber fanden Ratten, die Überträger der Pest, keine ausreichende Nahrung mehr und verließen die Häuser der Juden. Dass der mittelalterliche Schwarze Tod die jüdische Bevölkerung Erfurts aussparte, wurde ihr dennoch zum Verhängnis. Wie schon in anderen Städten beschuldigte man die Juden, die Seuche zu verbreiten. Eine aufgebrachte Menge zog schließlich brandschatzend und mordend durch Erfurt. 3000 Juden verbrannten in ihren Häusern, mehr als 100 schlug man auf den Straßen tot.

    Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 178 Seiten, kostet 6,30 Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.

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