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NEUROLOGIE: Warum Kinder in den falschen Farben malen

    Hamburg (ots) - Die Wiese ist rot, das Pferd blau: Diese eigenwillige Kolorierung vieler Kinderbilder, so berichtet das Magazin GEO in seiner Oktober-Ausgabe, hat einen neurobiologischen Grund. Offenbar sind Jungen und Mädchen bis zum Alter von fünf Jahren noch nicht sicher in der Lage, Form und Farbe eines Objekts zu verknüpfen und im "Arbeitsspeicher" des Gehirns abzulegen. Das zeigte sich in einem Versuch, den die Psychologin Vanessa Simmering an 28 Vier- und Fünfjährigen sowie an Erwachsenen durchgeführt hat. Die Forscherin von der Universität Wisconsin in Michigan legte ihren Versuchspersonen für einen kurzen Moment ein Bild mit drei einfachen kolorierten Formen vor: Stern, Kreuz und Dreieck. Auf weiteren Darstellungen wechselten die Objekte entweder ihren Platz, ihre Farbe oder beides. Daraufhin sollten die Probanden angeben, was sich auf dem Bild geändert hatte. Während Erwachsene und Fünfjährige kaum Probleme hatten, die Änderungen zu erkennen, lagen die Vierjährigen bei der Verknüpfung von Form und Farbe häufig daneben. Die "surreale" Kolorierung verrät daher eine mangelnde Hirnreife und ergibt sich nicht daraus, dass die Kinder einfach den nächstbesten Stift zur Hand nehmen.

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