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SCHÄDLINGE: Laurer in der Mauer

    Hamburg (ots) - Die Befestigung der alten chinesischen Kaiserstadt Xi'an hat schwer unter dem Angriff winziger Feinde gelitten: gefräßigen Milben. Laut der September-Ausgabe des Magazins GEO besteht die Anlage wie die meisten historischen Gebäude Chinas aus gestampfter Erde; dass sie in Xi'an zudem mit Klebreis angereichert worden ist, macht sie zu einem idealen Lebensraum für Bakterien, von denen sich Milben ernähren. Wenn sich die Kleinstlebewesen über den Klebreis-Extrakt hermachen, wird das Baumaterial brüchig und ermöglicht es den Spinnentieren, Gänge zu graben.

    "Die Milben haben seit tausend Jahren ihre Nester in die Mauer gegraben und sie dabei von innen her ausgehöhlt", warnt der Archäologe Li Yuhu von der Shaanxi Normal University. Betroffen ist vor allem die Anlage um das acht Meter hohe und mehr als 26 Meter breite Hanguang-Tor, einem von ehemals 18 der antiken Metropole. Von dieser Pforte nahm während der Tang-Dynastie (618-907) die Seidenstraße ihren Anfang. Die unterste Schicht des Bauwerks geht bereits auf die Sui-Dynastie (581-618) zurück. Um den Kulturgutfraß zumindest aufzuhalten, erhält das Mauerwerk alle 20 Tage ein Bad mit einem umweltfreundlichen Insektizid.

    Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 152 Seiten, kostet 6,30 Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.

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