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MATHEMATIK: Numerus clausus fürs Kabinett

    Hamburg (ots) - Gremien mit mehr als 20 Mitgliedern sind grundsätzlich ineffektiv - das hat, wie das Magazin GEO in seiner November-Ausgabe berichtet, ein Wiener Mathematiker-Team errechnet. Denn ab dieser Größe wird eine Institution nahezu unfähig, einen Konsens zu erzielen, sofern jedes Mitglied der Gruppe die Meinung aller anderen beeinflussen kann. Die Erkenntnis der Forscher um Stefan Thurner von der Medizinischen Hochschule in Wien wird durch Beobachtungen des Historikers C. Northcote Parkinson unterstützt. Der hatte in den 1950er Jahren eine Statistik über den "Lebenszyklus" britischer Kabinette seit 1257 erstellt. Diese wuchsen im Laufe der Zeit stets über einen Schwellenwert von 20 Mitgliedern an, bis sie einen hohen Grad der Ineffizienz erreichten und von einem "geschrumpften" Kabinett ersetzt wurden. Die Wiener Wissenschaftler hatten zudem die Anzahl von Kabinettsmitgliedern in 197 amtierenden Regierungen ermittelt. Meist liegt sie zwischen 13 und 20 Personen - in Deutschland sind es 16.

    In den USA hingegen ist das Kabinett in der Amtszeit von George W. Bush von 17 auf 21 Mitglieder gewachsen. Sollten die Wiener Thesen stimmen, wäre das mindestens eines zuviel. Auch die als bürokratisch verschrieene EU ist ein Musterbeispiel für Thurners Theorie der begrenzten Beschlussfähigkeit: Das Gremium aus 27 Staaten konnte sich 2008 nicht einmal darauf einigen, seine Kommissare auf 18 zu reduzieren.

    Die Oktober-Ausgabe von GEO umfasst 204 Seiten, kostet 6,- Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.

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