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Was finden die Deutschen schön?

    Hamburg (ots) - Die neue GEO-Ausgabe liefert repräsentative Erkenntnisse zum ästhetischen Empfinden der Bundesbürger: Sie finden ihren eigenen Körper mehrheitlich attraktiv, würden Tätowierungen und Piercings bei Jugendlichen strikt verbieten und werden sich partout nicht einig darüber, ob die schönste deutsche Großstadt Dresden, München oder Hamburg heisst.

    Über Geschmack lässt sich angeblich nicht streiten. Doch eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins GEO beweist, dass die Deutschen beim Thema Schönheit klare und bisweilen durchaus streitbare Positionen beziehen.

    Wie GEO in seiner aktuellen Ausgabe, einem Themenheft unter dem Titel "Das Schöne am Leben", berichtet, wollen 87 Prozent aller Deutschen zum Beispiel Schönheitsoperationen an Minderjährigen gesetzlich verbieten. Fast drei Viertel würden sogar schon Tätowierungen und Piercings an Jugendlichen unter 18 Jahren am liebsten für illegal erklären lassen. In der Altersgruppe von 14-29 Jahren ist aber nur noch jeder Zweite für ein solches Verbot: ein Generationenkonflikt um das Recht an der eigenen Haut.

    Mehr als ein Drittel (36 %) der Befragten hält sich selbst für überdurchschnittlich schön. Wohlhabende, junge und hochgebildete Deutsche haben dabei eine ganz besonders gute Meinung von der eigenen Attraktivität: In diesen drei Gruppen gibt etwa die Hälfte der Befragten dem eigenen Körper hervorragende Schönheitsnoten.

    Für eher unattraktiv halten sich nur elf Prozent der Deutschen.

    Deutlich schöner als sich selbst finden die meisten Befragten allerdings ihren eigenen Lebenspartner. Wenngleich das gegenseitige Schönfinden der Paare mit zunehmendem Alter Schlagseite bekommt:  60 Prozent der Männer über 50 Jahre finden ihre Frauen immer noch sehr attraktiv. Bei den Frauen in derselben Altersgruppe hat die Begeisterung für den gealterten Gatten offenbar schon nachgelassen: Nur noch 34 Prozent geben ihm auf einer Skala von 1-10 sieben Schönheitspunkte oder mehr. Ein Ergebnis, das womöglich auch gegen die verbreitete Meinung spricht, ältere Männer sehnten sich nach jungen Frauen.

    Ein Ost-West-Konflikt über Ästhetik zeichnet sich in der Bewertung der heimatlichen Umwelt ab. Gefragt nach der schönsten deutschen Großstadt, antworten die Ostdeutschen mit großer relativer Mehrheit (43%): Dresden! Immerhin noch jeder fünfte Ostdeutsche spricht sich für Berlin, jeder zehnte für Leipzig aus. Während die Westdeutschen ihre Bewunderung gleichmäßig auf München und Hamburg (23% bzw. 20%) verteilen - und die Metropolen im Osten des Landes weitgehend ignorieren (Dresden 8%, Berlin 11%, Leipzig 0%,).

    Wenn es um die Bewertung ihres unmittelbaren Heimatortes geht, sind sich die Deutschen dagegen weitgehend einig. Eine Mehrheit der Befragten (57%, im Osten sogar 75%) ist der Meinung, ihr direktes Lebensumfeld sei in den vergangenen Jahren schöner geworden. Früher war alles besser? Stadtplanerisch scheint das Gegenteil der Fall zu sein.

    Und was finden die Deutschen hässlich an ihrer Lebenswelt? Nach dem in GEO veröffentlichten Umfrage-Ergebnis sind dies neben störenden Gebäuden im Stadtbild (42 %) vor allem Kraftwerke und Industrieanlagen (38 %), Gewerbegebiete und Einkaufszentren "auf der grünen Wiese" (31 %) sowie Windräder in der Landschaft (20 %).

    Die Umfrage ist Teil des Oktober-Heftes von GEO, in dem das Magazin unter anderem über die Wissenschaft von der Attraktivität berichtet, über Schönheitssalons in indischen Armenvierteln, über die Kulturgeschichte des Spiegels und der Eitelkeit, über die Ästhetik totalitärer Regime - sowie Experten auf die Frage antworten lässt, was ein schönes Auto, eine schöne Wolke oder ein schönes Gedicht ausmache.

    Die Oktober-Ausgabe von GEO umfasst 216 Seiten, kostet 6,- Euro und erscheint am 19. September 2006.

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