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Europas Zukunft: älter, bunter - besser?

Hamburg/Berlin (ots) - Während die Bevölkerungszahlen anderer Weltregionen weiter wachsen, werden die Europäer demnächst weniger. Dem Kontinent steht eine "demografische Krise" bevor. Wie ihr zu begegnen wäre, zeigt das Beispiel Schweden.

Die weltweit niedrigsten Geburtenraten und die höchsten Lebenserwartungen: Wie die Zeitschrift GEO in ihrer September-Ausgabe veranschaulicht, kommen im europäischen Raum demografische Extreme zusammen, die in den nächsten Jahrzehnten zu einer rasanten Bevölkerungsdynamik führen werden.

Bei einer derzeitigen Geburtenrate in der EU von knapp 1,5 Kindern pro Frau ist jede neue Generation ein Viertel kleiner als die vorherige. Bereits heute verzeichnen acht der 27 EU-Mitgliedsstaaten schrumpfende Einwohnerzahlen. Bis zum Jahr 2050 werden es 17 sein - allen voran Deutschland, dem trotz Zuwanderung zehn Prozent Bevölkerungsverlust prognostiziert werden. Ohne Immigranten würde die EU bis 2050 jeden zehnten Einwohner verlieren: insgesamt 50 Millionen Menschen.

Im selben Zeitraum wird der Altersschnitt der EU-Bevölkerung um zehn Jahre steigen: Ist derzeit gut jeder sechste Bürger älter als 65 Jahre, wird es im Jahr 2050 fast jeder dritte sein - und er darf erwarten, vier bis fünf Jahre älter zu werden als ein heute 65-Jähriger. Einer sinkenden Zahl von Erwerbsfähigen werden also steigende Ausgaben für Renten und Gesundheitsversorgung gegenüber stehen - erschwerte Bedingungen, um in der Konkurrenz mit jüngeren und weiter wachsenden Weltregionen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wie gut oder schlecht sind die europäischen Länder und Regionen für den demografischen Wandel gewappnet? Wo liegen die Problemzonen, wo finden sich Vorbilder? Antworten liefert GEO in seiner September-Ausgabe auf der Basis einer aktuellen Studie des Berlin-Instituts für Weltbevölkerung und globale Entwicklung. Deren Titel: "Die demografische Zukunft von Europa". Das Fazit: Nur wenn es den EU-Mitgliedern gelingt, ihre Innovationskraft durch mehr Bildung und eine bessere Integration zu erhöhen, ihre Haushalte zu sanieren und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu stärken, können sie den Rückgang und die Alterung ihrer Bevölkerungen bewältigen.

Der Studie zufolge sind die Regionen Nordeuropas dank ihrer Wirtschaft, eines hohen Bildungsstands und einer starken Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen sowie vergleichsweise hohen Geburtenraten besonders zukunftsfähig, angeführt von dem kleinen, aber hoch entwickelten Nicht-EU-Mitglied Island. Führend innerhalb der Union sind weite Teile Schwedens, wie GEO in einer Reportage näher berichtet.

Weil sich in Schweden Beruf und Familie dank Elterngeld und günstiger Betreuungsangebote gut vereinbaren lassen, ist nicht nur die dortige Erwerbsbeteiligung von Frauen eine der höchsten in Europa, sondern auch die Geburtenrate. Akademikerinnen verzichten nicht häufiger als andere schwedische Frauen auf Nachwuchs, Städterinnen haben sogar mehr Kinder als Landbewohnerinnen - Ausnahmeerscheinungen auf dem gesamten Kontinent. Auch Bildungssystem und Ausländer-Integration in Schweden können als vorbildlich gelten. Hinzu kommen hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung, die sich in vielen Patentanmeldungen widerspiegeln. Damit ist das Land auch auf dem Weg zu einer wissensbasierten Gesellschaft am weitesten fortgeschritten.

Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 198 Seiten, kostet 6 Euro und ist ab 22.8.2008 im Handel erhältlich.

Unter www.geo.de/presse-download finden Sie das aktuelle Heftcover und die Grafiken zum Download.

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