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PÄDAGOGIK: Initiationsriten für moderne Kinder

    Hamburg (ots) - Mithilfe einer rituellen "Visionssuche" können auch heutzutage Jugendliche zu selbstbewussteren und verantwortungsvolleren Erwachsenen heranreifen. Dies ist das Fazit einer Untersuchung des Sozialpädagogen Matthias Hasenbach. In der August-Ausgabe des Magazins GEO schlägt der Siegener Wissenschaftler vor, ein zeitgemäßes Pendant zu traditionellen Initiationsriten zu schaffen. Für Jungen etwa scheint es von entscheidender Bedeutung zu sein, sich durch Mutproben als Männer zu beweisen. Wird dieses Bedürfnis von der Gesellschaft nicht befriedigt, erfüllen sie es sich selbst - und geraten dadurch oft in Konflikt mit der sozialen Norm. Denn Ladendiebstahl, Komasaufen oder "Todessprünge" mit dem Skateboard werden höchstens von Gleichaltrigen gefeiert. Durch einen Initiationsritus wie die Visionssuche in der Natur, so Matthias Hasenbach, könnten Jugendliche allgemeine gesellschaftliche Anerkennung erwerben; sie würden ernster genommen und erhielten mehr Verantwortung übertragen. Der Terminus "Visionssuche" gründet auf der Tradition nordamerikanischer Indianer: Die Jugendlichen bekommen von Stammesälteren eine Frage mit auf den Weg in die Wildnis und suchen dort, betend und meditierend, eine Antwort - eine "Vision" ihres künftigen Lebens. Hasenbach: "Man erfährt, wer man wirklich ist und welchen Platz man im Leben einnehmen möchte." In Deutschland bieten bereits einige Organisationen (zum Beispiel www.wildnisschulen.org) Visionssuchen an; diese richten sich aber bislang vorwiegend an Erwachsene.

    Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 172 Seiten, kostet 6 Euro und ist ab sofort im Handel erhältlich.

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