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Große Bestandsaufnahme der Natur im Nationalpark Bayerischer Wald: Am 14. Juni ist 10. GEO-Tag der Artenvielfalt

    Hamburg (ots) - Über 100 Botaniker und Zoologen untersuchen im Nationalpark Bayerischer Wald die Artenvielfalt in Schutzgebieten / Gemeinsame Aktion von GEO und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

    Bereits ab dem Vorabend des GEO-Tages begeben sich mehr als 100 Experten für 24 Stunden auf die Suche nach möglichst vielen Pflanzen- und Tierarten im Nationalpark Bayerischer Wald. Sie untersuchen Waldabschnitte, Totholzflächen, Schachten, Gebirgsbäche und Hochmoore. Die Ergebnisse werden am 14. Juni um 17:00 Uhr im Rahmen einer Konferenz zum Thema "Konzepte für mehr Vielfalt" im Haus zur Wildnis (Ludwigsthal, 94227 Lindberg) präsentiert.

    Bundesumweltminister Sigmar Gabriel übernimmt auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den GEO-Tag der Artenvielfalt - der neben der Hauptaktion im Bayerischen Wald mehrere Hundert weitere Projekte im deutschsprachigen Raum umfasst. Der Bundesumweltminister unterstützt damit das Anliegen der Redaktion und des BUND, neben Experten auch naturinteressierte Laien für den heimischen Artenreichtum zu sensibilisieren und zu begeistern und so das Verständnis der Menschen für ökologische Zusammenhänge und Veränderungen in ihrem Lebensumfeld zu fördern.

    Zum zehnjährigen Jubiläum des GEO-Tages hat die Redaktion gemeinsam mit dem BUND für die Hauptaktion bewusst einen Ort von bundesweiter Bedeutung gewählt. Denn der 1969 deklarierte Nationalpark Bayerischer Wald war das erste Reservat mit der höchsten Schutzstufe Deutschlands. Wie hat sich die Natur unter diesen Bedingungen entwickelt? Führt konsequenter Schutz zu erhöhter Artenvielfalt? Diese und weitere Fragen bilden den wissenschaftlichen Hintergrund der diesjährigen Aktion.

    Zugleich hat der GEO-Tag aber auch eine politische Dimension. Der BUND als Partner dieser Natur-Inventur erwartet weitere Argumente für die Ausweisung neuer Großschutzgebiete. So fordert der Verband die Einrichtung eines Nationalparks Steigerwald. Nach Meinung der Naturschützer sind zusätzliche Schutzgebiete zwingend erforderlich, um den Verlust von Tier- und Pflanzenarten in Deutschland aufzuhalten.

    Auf der Konferenz zum Thema "Konzepte für mehr Vielfalt" wird die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Astrid Klug, teilnehmen. Neben ihr diskutieren auf dem Podium Dr. Marcel Huber, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Holger Wesemüller, Vorstandsmitglied von EUROPARC Deutschland, Dr. Heidrun Heidecke, Naturschutz-Koordinatorin des BUND sowie Richard Mergner, Landesbeauftragter Bund Naturschutz in Bayern.

    Der GEO-Tag der Artenvielfalt hat sich zur größten Feldforschungsaktion Europas entwickelt. Bundesweit können Interessierte eigene Projekte in ihrer Region initiieren und durchführen. Alle Projekte sollten online unter www.geo.de/artenvielfalt angemeldet werden, für dieses Jahr sind bereits mehr als 390 Aktionen verzeichnet. Das Motto der Hauptveranstaltung - "Artenvielfalt in Schutzgebieten" - kann, muss aber nicht die Leitidee dieser Projekte sein. GEO ruft aber auch zur Teilnahme über die bundesdeutschen Grenzen hinaus auf. Die diesjährige Partneraktion in Übersee - in Kooperation mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) - hat am 17. Mai im Biosphärenreservat Kruger to Canyons in Südafrika stattgefunden. Über die Ergebnisse wird Suhel al-Janabi von der GTZ auf der Konferenz im Haus zur Wildnis berichten.

    Weitere Informationen sowie den Ablaufplan des GEO-Tages der Artenvielfalt im Nationalpark Bayerischer Wald und zu weiteren Schauplätzen finden Sie unter www.geo.de/artenvielfalt. Wer in Deutschland eine eigene Aktion auf die Beine stellen will, kann sich jetzt noch im Internet anmelden.

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