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GEOlino extra "Sport - Was die Welt bewegt"
Olympische Organisatoren in Peking versuchen, die Bewohner von Chinas Hauptstadt zu weltgewandten Gastgebern zu erziehen

Hamburg (ots) - Die Olympischen Spiele 2008 in Peking rücken immer näher und überall trainieren die Sportler für das wohl wichtigste Ereignis in der Sportwelt. Doch nicht nur bei den Athleten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren - auch in Chinas Hauptstadt werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, damit die Bewohner als weltgewandte Gastgeber auftreten, wenn die Welt nach China schaut. Von Lächelvorschriften bis hin zur Verteilung von Rosen an U-Bahn Stationen - GEOlino extra zeigt, was in Peking alles unternommen wird, um einen guten Eindruck zu machen. Nicht weniger als sechs und nicht mehr als acht Zähne dürfen beim Lächeln zu sehen sein, wenn die olympischen "Zeremonien-Fräulein" die Medaillen bei den Siegerehrungen ins Stadion tragen. Monatelang haben die Frauen für diesen Auftritt geübt. "Lege dir ein Buch auf den Kopf, klemme ein Blatt Papier zwischen die Knie und bleibe nun eine Stunde lang stehen", heißt es im Lehrplan für die Auserwählten. Um gegen die Drängelei in der U-Bahn vorzugehen, wurde der "Anstell-Tag" eingeführt, der am elften eines jeden Monats stattfindet. Dann rufen Manieren-Wächter auf Bahnsteigen und an Bushaltestellen "Stellen Sie sich an. Benehmen fängt im Kleinen an." und verteilen manchmal sogar Rosen an die Geduldigen, die warten. Auch die Wettkampfstätten sind entsprechend gerüstet: Um Flüchen und Schmährufen entgegenzuwirken, wurden große Lautsprecher montiert, welche auf Knopfdruck Pöbeleien bei den Spielen übertönen können. Rund 20 offizielle Anfeuerungsrufe und Fangesänge hat die Regierung herausgegeben, die nun von den Zuschauern auswendig gelernt werden sollen. Außerdem verteilen Freiwillige im Rahmen der "Anti-Spuck-Kampagne" zehntausende Spuckbeutel und Taschentücher, um das Spucken auf die Bürgersteige zu unterbinden. Und auch die Taxifahrer bleiben nicht von Vorschriften verschont: Neben der Auflage, dass jeder Fahrer zumindest in Grundzügen Englisch sprechen können soll, gilt es außerdem, auf die Körperhygiene zu achten. Wer nach Knoblauch, Schweiß oder Rauch stinkt, hat zwei Tage Fahrverbot zu befürchten. Pressekontakt: Maike Pelikan GEO Marktkommunikation 20444 Hamburg Tel: 040/3703-2157, Fax: 040/3703-5683 E-Mail: pelikan.maike@geo.de GEO im Internet: www.GEO.de Original-Content von: Gruner+Jahr, GEO, übermittelt durch news aktuell

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