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"Ich packe meinen Koffer" Gewinner des gemeinsamen Wettbewerbes vom Deutschen Auswandererhaus und GEOlino stehen fest

    Hamburg (ots) - Binnen sieben Wochen trafen über 400 fantasievoll gestaltete Koffer in der GEOlino-Redaktion ein - von aufwändigen Miniatur-Collagen bis zu mannsgroßen Überseekoffern. Kinder aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Norwegen, Schweden und Kanada folgten dem gemeinsamen Aufruf vom Deutschen Auswandererhaus und GEOlino, sich am Wettbewerb "Ich packe meinen Koffer" zu beteiligen. Die Kinder waren eingeladen, einen Koffer zu gestalten, mit zehn Gegenständen, die sie mit in die Fremde nehmen würden. Die zahlreichen Koffer, gepackt mit selbst gebastelten Büchern, persönlichen Talismanen sowie Familienfotos und -filmen füllten die Redaktionsräume der Kinderzeitschrift. Auch Haarbüschel von Freunden und eigens für den Wettbewerb genähte Kleidungsstücke sind im Gepäck zu finden. Unter der Vielzahl der Einsendungen kürte die Jury die drei Gewinnerarbeiten: Luzie Krüger, 11 Jahre aus Frankfurt (Oder), Nele Höfer, 9 Jahre aus Berlin, und Joris Herz, 10 Jahre aus Braunschweig fahren zusammen mit ihren Familien auf die Nordsee-Insel Langeoog. Zuvor sind sie dabei, wenn die Ausstellung mit den 70 besten Koffern am 1. Mai 2008 im Deutschen Auswandererhaus, Bremerhaven, eröffnet wird.

    Die drei Gewinnerkoffer überzeugten durch ihr Gesamtbild - von der Idee, über die einfallsreiche Präsentation bis zur anschaulichen Begründung für die ausgewählten Gegenstände. Neben den drei Gewinnern finden die Arbeiten von Anna Kückelmann, 12 Jahre aus Bremen, Max Schubert, 11 Jahre aus Uetikon am See (Schweiz), und Donata Dieterle, 13 Jahre aus Fischerbach, besondere Erwähnung, weil ihnen einzelne Kofferinhalte besonders eindrucksvoll gelungen sind.

    Der Wettbewerb zeigt eines: Auch Kinder, die keinen Migrationshintergund haben, entwickeln eine Vorstellungskraft von der Fremde. In allen Beiträgen spielen Erinnerungsstücke an Familie, Freunde und das Zuhause eine zentrale Rolle. Donata Dieterle packte ein Glas mit Schwarzwaldluft in ihren Koffer, denn dieses "hilft gegen Heimweh und erinnert mich immer, wenn ich will und es brauche, an meine Heimat". Viele Kinder schauen zuversichtlich auf einen Neuanfang. So nimmt Max Schubert bereits ein Autokennzeichen mit, denn "es kann ja mal sein das ich ein schönes Auto finde. Da hätte ich dann schon die Nummer dazu." Zudem sind nützliche Dinge oft mit im Gepäck: In der Koffer-Collage von Luzie Krüger, die etwa so groß wie eine Handfläche ist, befindet sich u.a. "Salz, weil kein Essen ungesalzen schmeckt".

    Eine Sonderausstellung, die über die 70 Wettbewerbsbeiträge hinaus auch historische und aktuelle Lebensumstände von Migrantenkindern zeigt, ist vom 1. Mai bis 29. Juni 2008 im Deutschen Auswandererhaus zu sehen. Zeitgleich beginnt in Europas Museum des Jahres 2007 der Themenmonat "...der Haifisch und der Wind, die brauchen auch kein Visum."* mit zahlreichen Veranstaltungen rund um das Thema Kinder und Migration.

    Für die freundliche Unterstützung des Wettbewerbs danken wir insbesondere der BIS Bremerhaven Touristik und DB Regio Niedersachsen.

    Auf www.dah-bremerhaven.de stehen in der Rubrik Presse/ Pressemitteilungen Bilder zu den Wettbewerbsbeiträgen zum Download bereit.

    * Ilse Aichinger, Die größere Hoffnung, Neuauflage 2000, Fischer Verlag, Frankfurt, S. 13

    Im Deutschen Auswandererhaus, Europäisches Museum des Jahres 2007, folgen die Besucher den Spuren der über sieben Millionen Menschen, die über Bremerhaven nach Übersee auswanderten. Aufwendige Rekonstruktionen und multimediale Inszenierungen erlauben eine Zeitreise durch die Migrationsgeschichte. Jeder Besucher erhält eine ausgewählte Auswandererbiografie, die er auf dem historischen Rundgang begleitet: Vom Abschied von der Heimat, den Bedingungen der Überfahrt bis zum Neuanfang in den USA, Argentinien oder Brasilien.   Der Ausstellungsrundgang endet in der Gegenwart mit aktuellen Aspekten globaler Migration. In der Kids' World erleben Kinder das Thema als Goldgräber im Wilden Westen oder als Passagiere auf einem Auswandererschiff.

    Das Kindermagazin GEOlino erscheint monatlich und richtet sich an neugierige Jungen und Mädchen zwischen 8 und 14 Jahren, die gern lesen, staunen und mehr über die Welt erfahren wollen. GEOlino informiert die junge Zielgruppe über ein breites Themenspektrum - von Tieren bis Technik, von Astronomie bis Archäologie - und setzt auf hohe Qualität in Fotografie, Illustration und Wissensvermittlung. Den Erfolg von GEOlino hat die Redaktion zum Anlass genommen, seinen Lesern zusätzlich das monothematische Magazin GEOlino extra anzubieten, das viermal im Jahr erscheint. Mit einer durchschnittlich verkauften Auflage von 256.254 Exemplaren (IVW IV/2007) ist GEOlino die zweitgrößte IVW-gemeldete Kinderzeitschrift Deutschlands und hat die höchste Abonnenten-Auflage aller deutschen Kinder- und Jugendzeitschriften (197.768 Exemplare, IVW IV/2007).

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