Risiko raus! Auf zwei Rädern sicher durch den Winter
Tipps der Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung

Berlin (ots) - Wie kommen Radfahrer sicher durch den Winter? Am besten bei Eisglätte oder viel Schnee das Fahrrad stehen lassen, zu Fuß gehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren!

Wer aber auch in den Wintermonaten nicht auf sein Fahrrad verzichten will oder kann, der sollte einige Sicherheitshinweise beachten. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen geben dazu Tipps im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" Darüber hinaus bieten sie am 1. Dezember bundesweit eine Telefonaktion an (Infos s. unten).

Gründliche Wartung

Vor dem Wintereinbruch sollten Radfahrer und -fahrerinnen ihr Rad gründlich warten. Sind die Bremsen intakt? Ist die Beleuchtung ausreichend? Haben die Reifen das richtige Profil? Auf folgende Punkte sollten sie achten:

   - Gute Sichtbarkeit ist entscheidend für die Sicherheit. Bei 
     Feuchtigkeit sind Nabendynamos den herkömmlichen Dynamos, die 
     auf den Reifen drücken, deutlich überlegen. Effektiv sind 
     Leuchten mit eingebauten Kondensatoren. Sie geben auch noch 
     Licht, wenn das Rad steht.
   - Ebenso wichtig sind Reflektoren oder Reflexstreifen. Das Rad 
     muss - zum Beispiel an Pedalen, Reifen oder Speichen - damit 
     ausgestattet sein. Das Gleiche sollte für die Kleidung der 
     Fahrer und Fahrerinnen gelten: Reflektierende Materialien können
     in den Stoff eingelassen sein, man kann aber auch entsprechende 
     Klettbänder oder Sicherheitswesten tragen.
   - Die Bremsen sollten bei Kälte und Nässe regelmäßig überprüft 
     werden, ebenso wie die Kette. Diese muss gut gepflegt werden, um
     der Witterung zu widerstehen. Dazu eignet sich dünnflüssiges 
     synthetisches Kettenöl, das tröpfchenweise auf die Röllchen 
     gegeben wird.
   - Um einen guten Fahrbahnkontakt zu haben, empfehlen sich im 
     Winter Reifen mit ausgeprägtem Profil. Noch mehr "Bodenhaftung" 
     bekommen die Fahrer, wenn sie zusätzlich den Reifendruck 
     geringfügig vermindern. 

Angepasste Fahrweise

Radfahrer und Radfahrerinnen können durch ihren eigenen Fahrstil eine Menge zu ihrer Sicherheit beitragen. Darauf sollten sie achten:

   - Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen anpassen, Abstand 
     halten, in Kurven weder treten noch  bremsen.
   - Den Sattel etwas niedriger stellen, dann kann man bei rutschigem
     Straßenbelag, mit den Beinen stabilisieren, abbremsen und 
     "ausfahren".
   - Vorsichtig bremsen und eher mit der Hinterrad- als mit der 
     Vorderradbremse. Das Vorderrad blockiert bei geringer 
     Bodenhaftung schneller.
   - Bei plötzlicher Eisglätte auf keinen Fall hart bremsen oder 
     ruckartige Bewegungen mit dem Lenkrad machen. 

Richtige Kleidung

Im Winter steht nicht nur die Unfallgefahr im Vordergrund. Bei Minustemperaturen und Erkältungswetter stellt sich auch die Frage nach der richtigen Kleidung.

   - Bewährt hat sich das "Zwiebelprinzip". Da der Körper beim Fahren
     viel Eigenwärme produziert, ist es besser, mehrere dünne 
     Kleidungsschichten anstatt einer dicken anzuziehen. Die 
     Luftschichten zwischen den Stoffbahnen wirken wie eine 
     Isolierung. Das Kleidungsstück, das auf der Haut liegt, sollte 
     die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren.
   - Hände, Ohren und Füße sind besonders frostempfindlich. Bei 
     extremer Kälte helfen Fell-Fäustlinge, Mütze oder Stirnband, 
     Wollsocken und winddichte Schuhe.
   - Ein Helm sollte auch im Winter nicht fehlen. Er lässt sich auch 
     über einer Mütze oder einem Stirnband befestigen. 

Weitere Informationen bietet auch die Broschüre "Das sichere Fahrrad" der Präventionskampagne "Risiko raus!": http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/rr-sicheres-fahrrad.pdf

Telefonaktion

Am Donnerstag, den 1. Dezember 2011 führt die DGUV in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern eine bundesweite Lesertelefonaktion zum Thema "Sicher mit dem Rad durch den Winter" durch. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800-0604000 können Interessierte zwischen 10 und 17 Uhr ihre Fragen direkt an die Experten richten. Redaktionen, die diese Aktion für ihre Leser aufgreifen möchten, erhalten alle notwendigen Informationen von der durchführenden Agentur pr.nrw unter der Rufnummer 0221-78888789 oder per Mail unter info@pr-nrw.de.

Hintergrund "Risiko raus!"

In der Präventionskampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern. Weitere Informationen unter www.risiko-raus.de

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax:  030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de