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Dieselruß: Was tun, wenn der Partikelfilter verstopft
Statt teuren Austausches bieten etliche Firmen eine günstigere Filterreinigung an
ADAC: Wirksamkeit fraglich
Keine Freigabe

München (ots) - Wenn der Dieselruß-Partikelfilter verstopft ist, wird es für Autofahrer in der Regel teuer. Der Einbau eines neuen Filters kann bis zu 2 000 Euro kosten. Einige Firmen werben jetzt mit Partikelfilter-Reinigungen ab ca. 400 Euro, die als günstige Alternative verlockend klingen. Nach Ansicht der ADAC Experten ist ein allgemeingültiges Urteil aufgrund der unterschiedlichen Filterverfahren und -formen jedoch nicht möglich, eine langfristige Wirksamkeit bis heute nicht nachgewiesen. Auch können die Anbieter selbst keine Aussage darüber treffen, wie lange der Filter nach der Reinigung noch einsatzfähig ist. Der ADAC kann diese Verfahren daher nicht uneingeschränkt empfehlen.

Eine ADAC Umfrage ergab, dass die Automobilhersteller von den neuen Reinigungsverfahren abraten. Dies gilt auch für die Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln sowie dem Zusatz von Dieseladditiven, die bei regelmäßiger Kraftstoffzugabe den Partikelfilter reinigen sollen. Wer dennoch auf die günstigere Alternative setzt, läuft Gefahr, bei Schäden im Zusammenhang mit der Filterreinigung die Fahrzeuggarantie des Herstellers bzw. Sachmängelhaftung des Verkäufers zu verlieren. Zusätzlicher Nachteil: Der Partikelfilter muss zur Reinigung ausgebaut und an den Anbieter verschickt werden. Das Fahrzeug kann somit mehrere Tage lang nicht genutzt werden.

Autofahrer, bei denen die Kontrollleuchte im Fahrzeug einen Fehler des Partikelfiltersystems anzeigt, sollten zügig eine Werkstatt aufsuchen, um die Ursache hierfür abzuklären. Ist der Filter mit Ruß verstopft, kann die Werkstatt eine sogenannte Not-Regeneration manuell einleiten. Grund für eine Verstopfung des Filters ist meist ein überwiegender Betrieb des Autos im Stadtverkehr. Dabei wird die für das automatische Regenerationsverfahren des Filters nötige Abgastemperatur in der Regel nicht erreicht.

Ausgetauscht werden muss ein Filter erst, wenn der maximale Aschegehalt erreicht ist - auch wenn einige Hersteller bei älteren Modellen einen Austausch zwischen 120 000 und 180 000 Kilometern empfehlen. Die Aschebeladung bzw. den Sättigungsgrad des Filters kann in der Werkstatt ein Diagnosetester ermitteln.

Der Einbau eines neuen Partikelfilters kostet je nach Hersteller und Modell 1 000 bis 2 000 Euro. Der ADAC rät, zuerst nach günstigeren Angeboten des Fahrzeugherstellers zu fragen. Einige Hersteller bieten im Rahmen von Austauschprogrammen auch preiswerte Ersatzfilter an.

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