ADAC

Aktuelle Crashtests von Euro NCAP
Drei Neutests, drei Nachtests
ADAC: Jetzt auch Baumaufpralltest im Crashprogramm

    München (ots) - VW Beetle, Saab 9-3 und Volvo S 80 sind jetzt
erstmals im Rahmen der Euro NCAP-Crashtestserie auf ihre Sicherheit
untersucht worden. Bei drei weiteren Fahrzeugen (Mercedes E-Klasse,
Saab 9-5 und Volvo S 70) wurden Nachtests durchgeführt. Dies nicht
zuletzt deshalb, weil das Euro NCAP-Programm, an dem auch der ADAC
beteiligt ist, jetzt um einen praxisnahen Einzeltest erweitert wurde,
den Pfahlaufpralltest. Bei diesem Test wird ein seitlicher Aufprall
an einen senkrechten rund 25 cm dicken Metallpfosten bei einer
Geschwindigkeit von 29 km/h simuliert. Da immer mehr Fahrzeuge heute
bereits mit seitlichen Kopfairbags ausgerüstet werden, überprüft
dieser Test die Wirksamkeit solcher Systeme. Die Testkandidaten
können ihr Ergebnis durch diesen Test um zwei Punkte verbessern.
Dadurch erhöht sich die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl im Test
auf 34 Punkte. Wer 33 davon schafft, erhält dafür fünf Sterne. Hier
die Einzelergebnisse der drei Neutests:
    
    * VW Beetle (untere Mittelklasse, vier Sterne, 26 Punkte)
    
    Frontcrash: Die stabile Struktur des Beetle in Verbindung mit den
beiden Airbags, den Gurtstrammern und den Gurtkraftbegrenzern kann
die auf die einzelnen Körperpartien der Insassen einwirkenden Kräfte
erfolgreich reduzieren. Seitencrash: Der Seitenairbag kann die
auftretenden Belastungen auf Brust und Rippen erfolgreich abfangen.
Wegen eines fehlenden seitlichen Kopfschutzsystems wurde der
Pfahlaufpralltest nicht durchgeführt.
    
    * Saab 9-3 (Mittelklasse, vier Sterne, 26 Punkte):
    
    Frontcrash: Das Rückhaltesystem gibt zu hohe Kräfte an die Brust
weiter, wodurch sich das Verletzungsrisiko erhöht. Hinzu kommt, dass
sich die Lenksäule für den Fahrer gefährlich nach innen und oben
verlagert. Um die Zulassungsbestimmungen in den USA zu erfüllen, hat
Saab eine spezielle Kniebarriere eingebaut, die nicht korrekt
angegurtete Personen schützen soll. Offensichtlich wirkt sie sich für
richtig angegurtete Insassen eher negativ aus, da sie die Kräfte auf
die Oberschenkel unnötig erhöht. Seitencrash: Mustergültiges Ergebnis
sowohl beim Seitencrash als auch beim neuen Pfahlaufpralltest.
Dadurch insgesamt vier Sterne für den Saab.
    
    * Volvo S 80 (obere Mittelklasse, vier Sterne, 29 Punkte):
Frontcrash: Der Schwede mit der harten Fahrgastzelle bietet seinen
Passagieren viel Sicherheit. Dank eines ausgewogenen Rückhaltesystems
bleiben die Belastungswerte für die vorne Sitzenden auf erfreulich
niedrigem Niveau. Trotz des gut gepolsterten Kniebereichs gibt es
unter der Lenksäule einige aggressive Partien, die noch
verbesserungsbedürftig sind. Seitencrash: Das von Volvo entwickelte
SIPS (Side Impect Protection System), zu dem auch eine stabile
Sitzkonstruktion zählt, leistet gute Arbeit. Auch der Pfahlaufprall
stellt für den Volvo kein Problem dar.
    
    Und hier die Ergebnisse der drei Nachtests mit Fahrzeugen der
oberen Mittelklasse:
    
    * Saab 9-5 (vier Sterne, 31 Punkte):
    
    Schon beim ersten Test erreichte der Saab mit 29 Punkten ein sehr
gutes Ergebnis. Durch den zusätzlichen erfolgreichen
Pfahlaufpralltest kommt er jetzt sogar auf 31 Punkte.
    
    * Mercedes E-Klasse (vier Sterne, 26 Punkte):
    
    Beim nachträglichen Pfahlaufpralltest leistet der Airbag-Vorhang
für den Kopf ganze Arbeit. Dafür erhielt der Mercedes zwei
Sonderpunkte und kommt somit jetzt auf vier Sterne statt bisher drei.
    
    * Volvo S 70 (vier Sterne, 25 Punkte): Auch der Volvo kann dank
der beiden Punkte aus dem Pfahlaufpralltest die erforderliche
Gesamtpunktzahl für insgesamt vier Sterne erreichen. Die relativ
geringe Punktzahl beim Frontcrash resultiert aus der erhöhten
Verletzungsgefahr für die Fahrerbeine.
    
ots Originaltext: ADAC
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Pressekontakt: Für Rückfragen:

ADAC-Pressestelle
Tel.: 089 76 76 2632
Fax:  089 76 76 2272
presse@zentrale.adac.de
www.presse.adac.de

Anfragen von Funk und Fernsehen bitte an das ADAC-Studio:

Tel.: 089 76 76 2078, -2049, -2625

Zu diesem Text bietet der ADAC auf seiner Presse-Internet-Seite
www.presse.adac.de Fotos sowie eine Tabelle an.

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: ADAC

Das könnte Sie auch interessieren: