EFSA bestätigt erneut: Gentechnisch veränderter Mais MON863 ist sicher
Düsseldorf (ots) - Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bekräftigt in ihrer jüngsten Bewertung wiederholt die Unbedenklichkeit des gentechnisch veränderten (gv) Mais der Linie MON863. Erneut weist die EFSA damit die von Greenpeace behaupteten Sicherheitsbedenken zurück.
Im März 2007 hatten französische Wissenschaftler (Gilles-Eric Séralini et al.) im Auftrag von Greenpeace eine Studie zur MON 863-Fütterungsstudie veröffentlicht. Die Autoren nahmen eine statistische Auswertung der Rohdaten einer von Monsanto in Auftrag gegebenen 90-Tage-Fütterungsstudie vor. Sie erhoben den Vorwurf, dass die Studie auf einer fehlerhaften Datenanalyse basiere und MON863 angeblich Auswirkungen auf die Gesundheit von Ratten habe. Greenpeace hatte schon mehrere Male zuvor versucht, die Studie in Zweifel zu ziehen. Jedes Mal wurden diese Bedenken jedoch von Experten als unbegründet abgewiesen.
Die EFSA bekräftigt nun nach ihrer neuerlichen Bewertung der Séralini-Studie, dass MON863 bei Ratten keinerlei Effekte hervorruft und die beobachteten Schwankungen ohne Zweifel innerhalb der natürlichen Bandbreite liegen. Auch die nationalen Behörden, darunter die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSSA (Agence Française de Sécurité Sanitaire des Aliments) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatten die Bedenken von Séralini et al. umgehend abgewiesen.
"Unabhängige Experten in den Zulassungsbehörden haben die Sicherheit von MON863 Mais festgestellt", so Dr. Andreas Thierfelder. "Es ist bedauerlich, dass Greenpeace in regelmäßigen Abständen den erwiesenen Nutzen und die Sicherheit von gv Pflanzen anzweifelt, ohne die tatsächlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Betracht zu ziehen, die über Jahre gesammelt wurden. Statt reflexartig eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts anzugreifen, sollte man das Thema Pflanzenbiotechnologie mit der gebotenen Sachlichkeit betrachten. Die Kampagnenmentalität von Greenpeace ist fehl am Platz."
MON 863 schützt sich gegen den Maiswurzelbohrer, einen Schädling, der zu großen Schäden führen kann. Die Maissorte wird seit 2003 von Landwirten in den Vereinigten Staaten und Kanada angebaut und ist in den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan, Korea, Taiwan, den Philippinen, Australien/Neuseeland, in der EU, in Singapur, Russland und Mexiko zum Import und zur Nutzung als Lebensmittel zugelassen.
Stellungnahme der EFSA vom 25.06.2007: www.efsa.europa.eu/en/scien ce/gmo/statements0/gmo_statement_mon863_ratfeeding.html
Stellungnahme der AFSSA vom 26. April 2007: www.afssa.fr/Ftp/Afssa/40728-40729.pdf
Stellungnahme des BfR vom 27. März 2007 www.bfr.bund.de/cm/208/90_tage_studie_an_ratten_mit_mon863_mais.pdf
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