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Steinbach: Neue Regierung in Nigeria muss Kinder wirksam vor Terror und Gewalt schützen

Berlin (ots) -

   Laut UNICEF-Bericht 800.000 Kinder auf der Flucht 

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat am heutigen Montag darauf hingewiesen, dass sich die Situation für Kinder in Nigeria seit der Entführung der rund 300 meist christlichen Schülerinnen durch die Terrorgruppe Boko Haram vor einem Jahr weiter verschärft hat. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

"Vor einem Jahr hat die islamistische Terrorgruppe Boko Haram im Norden Nigerias rund 300 überwiegend christliche Schülerinnen entführt. Nach einem heute vorgestellten UNICEF-Bericht hat sich die Situation für die Kinder in der Region seitdem weiter verschärft. So seien dort derzeit 800.000 Kinder auf der Flucht vor Terror und Gewalt.

Der neue nigerianische Präsident Muhammadu Buhari ist mit dem Versprechen angetreten, entschlossen gegen die brutalen Übergriffe der islamistischen Milizen vorzugehen und die Korruption im Land einzudämmen. Die vorsichtigen Hoffnungen auf einen Neuanfang dürfen nun nicht enttäuscht werden.

Laut UNICEF sind tausende Kinder aus Nigeria Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen geworden. Mädchen und Jungen würden getötet, entführt, zwangsverheiratet, als Kämpfer rekrutiert oder in extremen Fällen dazu gezwungen, sich als Selbstmordattentäter in die Luft zu sprengen, heißt es in dem Bericht. Zwischen 2012 und 2014 seien bei gezielten Angriffen auf Schulen im Nordosten Nigerias mindestens 196 Lehrer und 314 Schüler getötet und mehr als 300 Schulen zerstört oder schwer beschädigt worden.

Alle Konfliktparteien müssen endlich ihren Verpflichtungen zum Schutz von Kindern gemäß internationalem Recht nachkommen. Dazu gehört, dass Angriffe auf Schulen sofort aufhören müssen. Entführte Kinder müssen zu ihren Familien zurückgebracht werden. Und es dürfen keine Kindersoldaten rekrutiert werden."

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