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Widmann-Mauz/Lietz: Es gibt keine halbe Solidarität

    Berlin (ots) - Anlässlich des gestrigen Gesprächsabends der Gruppe
der Frauen mit der 1. Botschaftssekretärin der Botschaft der
Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin, Tamara Fitzgerald,  und
der  Autorin und  Offiziersehefrau  Elke Teßmer Zorn erklären die
Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Annette Widmann-Mauz MdB, und das Mitglied im Verteidigungsausschuss,
Ursula Lietz MdB:
    
    In einem bewegenden Gespräch hat die 1. Botschafts-Sekretärin der
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin, Tamara
Fitzgerald, am gestrigen Abend den Mitgliedern der Gruppe der Frauen
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für ihre uneingeschränkte Solidarität
mit den Vereinigten Staaten nach den Terroranschlägen des 11.
September gedankt. Sie hat berichtet, dass sie selbst in Zeiten der
Teilung Deutschlands als Soldatin in Berlin stationiert gewesen sei
und mit ihren Kameradinnen und Kameraden die demokratischen und
freiheitlichen Strukturen der Bundesrepublik Deutschland verteidigt
habe. Nun bäten die USA die Bundesrepublik Deutschland um ihre
Solidarität und Unterstützung.
    
    Nach der heutigen Zustimmung des Kabinetts zu einer Bereitstellung
der von den USA angeforderten Bundeswehr-Einheiten wird in der
kommenden Woche der Deutsche Bundestag darüber entscheiden, bis zu
3900 deutsche Soldaten für die Bekämpfung des internationalen Terrors
zur Verfügung zu stellen. Diese Entscheidung infolge der
schrecklichen Terroranschläge vom 11. September ist gerade für die
weiblichen Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von enormer
Wichtigkeit und Tragweite.
    
    Die Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion macht sich
diese Entscheidung nicht leicht und fordert die Bundesregierung auf,
die wichtigen Voraussetzungen für einen möglichen militärischen
Einsatz der Bundeswehr zu gewährleisten. So kommt es auf der einen
Seite grundlegend auf eine solide Planung, Finanzierung und
personelle Ausstattung an. Auf der anderen Seite gilt es, der
schwierigen Situation der Soldatinnen und Soldaten sowie deren
Familien gerecht zu werden. Vor einem konkreten Bundeswehreinsatz ist
es deshalb unbedingt notwendig, den Deutschen Bundestag zu
beteiligen, um in der Entscheidung das Risiko für die Soldatinnen und
Soldaten einschätzen zu können.
    
    Vor dem Hintergrund der uneingeschränkten Solidarität mit Amerika
und der breiten Zustimmung deutscher Soldatinnen und Soldaten zu
einem möglichen Einsatz im Kampf gegen den Terrorismus ist es von
großer Wichtigkeit, den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und
ihren Familien dabei das Gefühl der Verbundenheit und
uneingeschränkten Unterstützung zu vermitteln. Die Stärkung des
Durchhaltevermögens sowie eine Intensivierung und Verbesserung der
Betreuung von Soldatenfamilien ist von großer Bedeutung. Auf diesen
Aspekt wies die Offiziersgattin und Autorin Elke Teßmer Zorn am
gestrigen Abend nachdrücklich hin. Hier kann man sich die US-Army zum
Vorbild nehmen.
    
    Und gerade da hapert es bei der rot-grünen Bundesregierung ganz
gewaltig:
    
    Wenn zwei Mitglieder der grünen Bundestagsfraktion - Christian
Ströbele und Winfried Hermann -  heute öffentlich ihre Ablehnung bei
der anstehenden Abstimmung ankündigen, so ist dies ein Bruch der
Solidarität gegenüber Amerika, aber auch gegenüber unseren
Bundeswehrsoldaten und ihren Familien.
    
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