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Mayer: Massenhafter Diebstahl von Login-Daten erfordert Verbesserung der IT-Sicherheit

Berlin (ots) - Online-Anbieter, Verbraucher und Politik müssen gemeinsam auf Defizite reagieren

Nach Berichten der amerikanischen Zeitung "New York Times" haben Online-Kriminelle rund 1,2 Milliarden Login-Daten gestohlen, die aus Benutzernamen und den dazugehörigen Passwörtern bestehen. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:

"Sofern die Medienberichte zutreffen, handelt es sich um den größten bekannt gewordenen Identitäts-Diebstahl. Es besteht offensichtlich erheblicher Handlungsbedarf, um zukünftig solche Vorfälle zu vermeiden. Alle Beteiligten müssen sich fragen, was verbessert werden kann. Zunächst sind Online-Anbieter aufgerufen, mehr für den Schutz von Kundendaten zu tun. Neben der Wirtschaft sind aber auch die Verbraucher gefordert, mehr auf Sicherheit zu achten um beim Identitätsdiebstahl besser geschützt zu sein. Ein Ansatz kann hierbei sein, verstärkt auf mehrstufige Sicherungen, wie etwa Handy-Einmalcodes neben den bisherigen Passwörtern zu setzen.

Die Politik ist gefordert, für die Erhöhung der Sicherheit im Netz den richtigen Rahmen zu setzen. Das in Kürze zu erwartende IT-Sicherheitsgesetz soll auch dem verbesserten Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Netz dienen. Meldepflichten von Telekommunikationsanbietern wären hierbei ein erster wichtiger Schritt. Die Bevölkerung hat zu Recht das Bedürfnis nach verbessertem Schutz bei der Nutzung von Online-Banking, sozialen Netzwerken oder beim Online-Kauf."

Hintergrund:

Die "New York Times" berichtet in ihrer Ausgabe vom 6. August 2014 über die Aufdeckung eines Datendiebstahls, bei dem von Online-Kriminellen rund 1,2 Milliarden digitale Identitäten in Form von Kombinationen von Benutzername und Passwort sowie mehr als 500 Millionen E-Mail-Adressen gestohlen wurden. Mit den gestohlenen Daten lassen sich Online-Konten übernehmen, wie es sie zum Beispiel bei sozialen Netzwerken oder Online-Händlern gibt. Kriminelle können dann auf Rechnung der Betroffenen Waren bestellen oder unter falschem Namen Nachrichten verbreiten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) prüft derzeit mit Hochdruck zusammen mit den zuständigen deutschen und amerikanischen Behörden, ob deutsche Internetnutzer und Online-Anbieter von dem Vorfall betroffen sind.

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