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Rühe: EU-Außenminister schaden der Regierung Djindjic

Berlin (ots)

Zur Kürzung des finanziellen Zuschusses an
Jugoslawien erklärt der Stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Rühe MdB:
Die Entscheidung der EU-Außenminister, den finanziellen Zuschuss
für Jugoslawien zu kürzen, ist ein schwerer außenpolitischer Fehler.
Von den 300 Mio. Euro Finanzhilfe sollten aus Sicht der EU-Kommission
180 Mio. Euro als Darlehen zur Tilgung von Altschulden und 120 Mio.
Euro als Zuschuss zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung
Jugoslawiens ausgezahlt werden. Diese Aufteilung der EU-Kommission
war richtig und der Zuschuss von 120 Mio. Euro für die politische
Stabilisierung des Landes und vor allem zur Reduzierung der sozialen
Nöte unverzichtbar.
Stattdessen haben die EU-Außenminister - einer Vorgabe der
EU-Finanzminister folgend - den Kommissionsvorschlag dahingehend
abgeändert, Jugoslawien jetzt 225 Mio. Euro auszuzahlen, die
allerdings ausschließlich zur Schuldentilgung verwendet werden
dürfen. Die verbleibenden 75 Mio. Euro Zuschuss für den Wiederaufbau
aber werden erst im November ausgezahlt.
Jugoslawien muss für seinen Wiederaufbau viele unpopuläre
Maßnahmen ergreifen und braucht deshalb jetzt dafür schnelle konkrete
Hilfe. Dass die Außenminister der Sturheit der Finanzminister gefolgt
sind, anstatt den EU-Kommissionsvorschlag zu übernehmen, macht die
für die Regierung von Ministerpräsident Djindjic schon ernste
Situation noch schwieriger und schadet seiner Glaubwürdigkeit im
Lande. Sein Mut, Milosevic an das Haager Kriegsverbrechertribunal
auszuliefern, wird schlecht belohnt. Das werden seine Gegner
auszunutzen wissen. Die EU Außenminister tragen - aufgrund der
gestrigen Entscheidung - die politische Mitverantwortung, wenn die
Regierung Djindjic in Schwierigkeiten gerät, weil die
wirtschaftlichen und sozialen Probleme nicht schnell genug gelöst
werden und weil sich in Jugoslawien der Eindruck verfestigt, der
Westen wolle nicht mit voller Kraft helfen.

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Fax: (030) 227-56660
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