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Riegert: Sportfunktionäre müssen sich in die Kritik einbeziehen

    Berlin (ots) - Zur Systemkritik einiger Sportfunktionäre erklärt
der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus
Riegert MdB:
    
    Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat für den 6. Dezember eine
öffentliche Sitzung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages
beantragt, damit die Repräsentanten des deutschen Sports Gelegenheit
haben, über die Olympischen Spielen und die Paralympics zu berichten.
Der Bund ist der größte Sponsor des deutschen Spitzensports, er hat
ein Recht zu erfahren, wie sich die Situation des deutschen
Spitzensports darstellt. Unsere Athleten haben in Sydney trotz manch
herber Enttäuschung weitaus besser abgeschnitten als von manchem
Funktionär und Politiker in der Öffentlichkeit dargestellt. Sie haben
durch ihre Leistungen und ihr Auftreten unser Land hervorragend
repräsentiert. Auch ein Platz unter den ersten Zehn ist eine
Weltklasseleistung. Dies sollten wir fair und mit Anstand anerkennen.
Was soll der Aufmacher "Feldhoff liest den Verlierern die Leviten"?
Athleten, Trainer und Betreuer undifferenziert als satt, unflexibel
und reiselustig öffentlich abzuqualifizieren, ist billig. Es ist
lächerlich, nach Gutsherrenart den Norden Deutschlands zur
spitzensportfreien Zone auszurufen und mit Papieren umherzuziehen,
dass zum Wohle des Spitzensports 5 Olympiastützpunkte geschlossen
werden sollen. Die führenden Sportnationen der Welt verstärken ihre
Anstrengungen und erhöhen ihre Etats. Wir bauen ab. Die gleichen
Funktionäre, die vor einigen Jahren den Konzentrationsprozess im
Spitzensport als abgeschlossen erklärt haben, sehen nun ungeheure
Potentiale. So wird es der Spitzensport in Deutschland nicht einfach
haben. 2001 gibt es 30 Mio. DM weniger, 2002 sind weitere Kürzungen
angesagt. Der Spitzensport hat diese Kürzungen mit seiner Einsicht in
die Haushaltskonsolidierung akzeptiert. Dieses Diktat hätte so nicht
hingenommen werden müssen. Der gesamte Bundeshaushalt wird um o,o2 %
gekürzt, die Kultur z. B. nur um 1,5 %, der Spitzensport wird mit 14%
Kürzung regelrecht abgestraft. Dies war keine olympiaverdächtige
Verhandlungsleistung.
    
    Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwartet eine fundierte
Rechenschaft auch über die in der Öffentlichkeit erhobenen Vorwürfe.
Dann wird man feststellen können, wie es um die Förderungswürdigkeit
des deutschen Spitzensports steht. Mit einer neu zu schaffenden
hochdotierten Funktionärsstelle ist es nicht getan. Die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion will sportliche Spitzenleistungen und zwar
in der gesamten Breite des Sports.
    
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