CDU/CSU - Bundestagsfraktion

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Doss: "Goethe" auf dem PKM-"Biwak"

    Berlin (ots) -

    Der Vorsitzendes des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hansjürgen Doss MdB, präsentiert anlässlich des PKM-Sommerfestes eine stark modifizierte Fassung des Eingangsmonologs aus Goethes Faust.

    In Weimar wurde Goethes Gartenhaus gedoubelt, auf dem PKM-"Biwak" erscheint der "Meister" selbst. Hätte er Schröder gekannt, wäre Faust anders geschrieben worden. Vielleicht so:

    SCHRÖDER: DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL

    Nacht. In einem hochgewölbten, engen gotischen Zimmer Schröder, unruhig auf seinem Sessel am Pulte.

    SCHRÖDER:

    Habe nun, ach! Demagogie,     Juristerei und Showbühn',     Und leider auch Demokratie     Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.     Da steh ich nun, ich armer Tor!     Und bin so klug als wie zuvor;     Heiße Vorsitzender, heiße Kanzler gar     Und ziehe schon an die zehen Jahr     Herauf, herab und quer und krumm     Die Bürger an der Nase herum-     Von Gott´s Schalk lernt ich, wie sich Massen     Mit Showeffects gewinnen lassen.     Gewann die Medien und die Wahlen     Und muß dafür jetzt Lehrgeld zahlen.     Und sehe, daß wir nichts wissen können!     Das will mir schier das Herz verbrennen.     Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen,     Journalisten, Politologen, Strategen und Pfaffen,     Die vielen Ganz- und Halbgescheiten,     Die sich nur von der Stange kleiden.     Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,     Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel-     Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,     Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,     Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,     Die Menschen zu bessern und zu bekehren.     Das, was mich zur Macht getragen,     Schlägt mir jetzt übel auf den Magen.     Auch hab ich alles Gut und Geld,     All Ehr und Herrlichkeit der Welt.     Am Ende der Karriereleiter     Weiß ich nun leider nicht mehr weiter.

    Ach! könnt ich doch auf Schlossplatz-Höhn     In deinem lieben Lichte gehn,     Ums Kanzleramt mit Doris schweben,     Eines Megastars sein Leben leben,     Von allem Wissensqualm entladen,     In deinem Tau gesund mich baden!

    Weh! steck ich in Hannover noch?     Verfluchtes dumpfes Provinzloch,     Wo mich dereinst als Präsident     In Deutschland kaum ein Mensch gekennt.     Flieh! auf! hinaus ins weite Land!     Und dies geheimnisvolle Buch,     Von Marx und Engels´ eigner Hand,     Ist dir es nicht Geleit genug?

    (Er öffnet das Buch und erblickt das Logo der SPD.)

    Ha! welche Wonne fließt in diesem Blick
    Auf einmal mir durch alle meine Sinnen!
    Ich fühle junges, heil'ges Lebensglück
    Lüstern mir durch Nerv' und Adern rinnen.
    Bin ich ein Star? Mir wird so licht!
    Ich schau in diesen reinen Zügen
    Die wirkende Politik vor meiner Seele liegen.
    Jetzt erst erkenn ich, was der Weise spricht:
    "Die Medienwelt ist nicht verschlossen;
    Dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot!
    Auf, bade, Schröder, unverdrossen
    Die ird'sche Brust im Morgenrot!"

    (er beschaut das Zeichen.)        
    Wie alles sich zum Ganzen webt,
    Eins in dem andern wirkt und lebt!
    Wie Politiker auf und nieder steigen
    Und sich die goldnen Eimer reichen!
    Mit segenduftenden Schwingen
    Vom Himmel durch die Erde dringen,
    Harmonisch ganz Berlin durchklingen!

    Welch Schauspiel! Aber ach! ein Schauspiel nur!     Wo fass ich dich, unendliche Natur?     Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,     An denen Himmel und Erde hängt,     Dahin die welke Brust sich drängt-     Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht ich so vergebens?

    (schlägt das Buch um und erblickt das PKM.-Logo)

    Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein!     Du, Kreis der Mitte, bist mir näher;     Schon fühl ich meine Kräfte höher,     Schon glüh ich wie von neuem Wein.     Ich fühle Mut, mich in die Welt zu wagen,     Der Ehe Weh, der Erde Glück zu tragen,     Mit Grünen mich herumzuschlagen     Und in der Koalition Knirschen nicht zu zagen.     Es wölkt sich über mir-     Der Willy-Brand-Haus verbirgt sein Licht-     Das Rampenlicht schwindet!     Es dampft! Es zucken rote Strahlen     Mir um das Haupt- Es weht     Ein Schauer vom Gewölb herab     Und faßt mich an!     Ich fühl der Marktwirtschaft Geist     Enthülle dich! Erleuchte mich!     Ha! wie's in meinem Herzen reißt!     Zu neuen Gefühlen     All meine Sinnen sich erwühlen!     Nach christlich Weltbild will ich trachten,     Nach Freiheit, Selbstbestimmung trachten!     Und Leistung gut und recht belohnen,     die Fleiß´gen vor des Fiskus Gier verschonen!

    PKM, ich will Dir meinen Beitritt geben!     Du mußt ihn nehmen und kostet es mein Leben!

ots Originaltext: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Tel.: (030) 227-52360
Fax:  (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.bundestag.de
E -Mail: fraktion@CDUCSU.Bundestag.de

Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: CDU/CSU - Bundestagsfraktion

Das könnte Sie auch interessieren: