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Lensing: Unser Wirken in der Enquete-Kommission muss der uneingeschränkten Achtung der Menschenwürde dienen

    Berlin (ots) - Zur Einsetzung der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" durch den Deutschen Bundestag erklärt der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in dieser Kommission, Werner Lensing MdB:          Umwälzende Erkenntnisse in der biomedizinischen Forschung, die sich in atemberaubendem Tempo vollziehen, werfen drängende Fragen auf und zwingen zum Handeln. Greifbare Aussichten auf neue und ungeahnte Therapieformen, aber auch auf Diagnostik und Manipulationen menschlichen Erbguts, die den Weg zur Fremdbestimmung und Euthanasie menschlichen Lebens eröffnen, bewegen den Zeitgeist und lassen bisher für unantastbar gehaltene Prinzipien ins Wanken geraten. Manche mögen dies resigniert beklagen. Doch erachtet es die CDU/CSU-Bundestagsfraktion als wichtige Aufgabe, den Herausforderungen zu begegnen und gemeinsam nach Antworten zu suchen.

    Mit der heutigen Einsetzung der Enquete-Kommission "Recht und
Ethik der modernen Medizin" möchte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein
deutliches Zeichen für die Bereitschaft zu einem intensiven
öffentlichen Dialog setzen. In dem Bewusstsein, dass die
wissenschaftlichen Erkenntnisse und Möglichkeiten der modernen
Medizin immer wieder neu die besondere christliche Verantwortung
herausfordern, wird sich unsere Arbeit in der Kommission ganz
besonders der Wahrung der menschlichen Würde zu widmen haben.
Verpflichtet uns einerseits der christliche Schöpfungsauftrag,
medizinische Erkenntnisse überall dort zu nutzen und zu fördern, wo
sie dem Leben dienen, gebietet andererseits unser christliches
Menschenbild mit der gleichen Deutlichkeit, überall dort absolute
Schranken zu setzen, wo dies das Gebot der Unverfügbarkeit des Lebens
erfordert. Für uns hat der Mensch von Beginn an  den höchsten
Anspruch auf Schutz und Achtung seiner Würde - und dies stets
unabhängig von seinem späteren Erfolg oder Misserfolg, unabhängig von
einer Behinderung oder Krankheit, unabhängig von seiner weiteren
Lebensperspektive und vor allem unberührt vom wertenden Urteil des
Forschers, des Arztes, der Eltern oder gar eines
Versicherungsvertreters.
    
    Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt daher ausdrücklich, dass
durch die Einsetzung dieser Kommission allen betroffenen
gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppen ein Forum geboten wird,
sich angemessen und vernehmbar in den öffentlichen
Entscheidungsprozess einzubringen.
    
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