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Fromme: Der Genozid an den Armeniern ist unvergessen - Bekenntnis der Türkei steht weiter aus

    Berlin (ots) - Anlässlich der weltweiten Gedenkfeiern am 24. April für die Opfer des Genozids an den Armeniern, erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:

    Der heutige Tag ist für die armenischen Mitbürger, die in den Jahren 1915/1916 in die Diaspora gezwungen wurden, ein Tag, an dem sie ihrer Trauer weltweit in Gedenkfeiern Ausdruck verleihen. Sie gedenken der zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Opfer von Deportation und Massenmord; der Frauen, Kinder und Alten, auf Todesmärsche geschickt von der Regierung des Osmanischen Reiches. Die Vertreibung der Armenier war die erste große Vertreibung des 20. Jahrhunderts.

    Der Respekt vor den Opfern gebietet auch heute noch ein Bekenntnis zu diesen Untaten. Doch bestreitet die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs bis heute, dass diesen Vorgängen eine Planmäßigkeit zugrunde gelegen hätte bzw. dass das Massensterben während der Umsiedlungstrecks und die verübten Massaker von der osmanischen Regierung gewollt waren. Diese Leugnung des Genozids nimmt den Opfern noch im Nachhinein die Würde.

    Deutschland ist sich aus langer eigener Erfahrung darüber bewusst, wie schwer es für jedes Volk ist, zu den dunklen Seiten seiner Vergangenheit zu stehen. Doch nur die ehrliche Aufarbeitung der eigenen Geschichte kann das Fundament für eine echte Versöhnung schaffen.

    In Anerkennung der historischen Tatsachen hat der Deutsche Bundestag im Jahr 2005 anlässlich des 90. Jahrestages des Genozids an den Armeniern einen Antrag beschlossen, der die Opfer dieser Gräueltaten würdigt und eine historische Aufarbeitung und ein dauerhaftes Gedenken an die Opfer einfordert.

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