S&K Betrug nur Spitze des Eisbergs / Bis zu 100.000 Anleger mehrere Fondshäuser betroffen. Es geht um mehrere Milliarden

Hamburg/ Frankfurt/ München/ Ascheim (ots) - Der Betrugsskandal bei der S&K Sachwerte Gruppe weitet sich aus. Es gibt Verbindungen zu mehreren großen Emissionshäusern. Jetzt wurden auch die Geschäftsräume des Hamburger Fondsinitiators United Investors und die ursprünglich zum Münchener Deinböck-Fondskonzerns DCM Deutsche Capital Management AG gehörenden DCM Verwaltungs GmbH und die DCM Service GmbH, von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte gehen von weiteren Großrazzien in den nächsten Tagen, vor allem bei der FIHM AG und der SHB Innovative Fondskonzepte AG, aus.

Nach der Einschätzung der Hamburger GRÖPPER KÖPKE Anlegeranwälte könnten über 100.000,00 Anleger betroffen sein. Mit einem Gesamtschaden in Höhe von bis zu EUR 4 Mrd. Denn allein der Münchener DCM-Konzern, 1986 als Deinböck KG gegründet, hat rund 45 Fonds am Markt platziert und bei 96.000 Anlegern circa EUR 2,14 Mrd. eingesammelt. Die Hamburger United Investors Emissionshaus GmbH hat vier Fonds, auch S&K-Produkte, platziert und bei mehreren tausend Anlegern bis zu EUR 70 Mio. eingesammelt. Und die SHB Gruppe aus Ascheim/ München hat mit sechs Fonds bei knapp 30.000 Anlegern bis zu EUR 1 Mrd. eingesammelt.

Die DCM Verwaltungs GmbH und die DCM Service GmbH galten bis vor kurzem als wesentliche Unternehmen des DCM Konzerns. Die Verwaltungs GmbH agierte als persönlich haftende Gesellschafterin der DCM Immobilienfonds und die Service GmbH verwaltete die DCM Fonds. Die S&K hat sich vor kurzem auch noch über eine S&K Tochter in die FIHM AG, die Konzernmutter der SHB Fonds eingekauft. Es gab Streit. Der Beirat mehrere SHB Fonds warf der neuen Geschäftsführung vor, Schrottimmobilien aus dem S&K Portfolio zu Lasten der SHB Anleger in SHB Fonds verschieben zu wollen.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem groß angelegten Betrugssystem aus. Die S&K Macher Stephan Schäfer und Jonas Köller scheinen nach Lage der Dinge ein Schneeballsystem installiert zu haben, bei den Anlegern Millionen eingeworben und Anlegergelder nach der Vermutung der Staatsanwaltschaft durch einen exzessiven Lebensstil, große Partys und teure Autos, verbrannt haben.

Die Ansprüche der Altanleger sollen durch das Geld neuer Anleger bedient worden sein. Das Schneeballsystem lebt, bis die Initiatoren kein oder nicht genügend frisches Geld einsammeln. Dann implodiert das Konzept. Der Betrugsvorwurf folgt aus der Vermutung, dass die S&K Macher die Anlegergelder nicht oder nicht vollumfänglich in Substanzinvestments, vor allem Immobilien, gesteckt haben. Und das ist eine Täuschung.

Der GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Matthias Gröpper sagt: "Jetzt müssen die Verbindungen der Fondshäuser zu der S&K Gruppe aufgeklärt werden. Bei allen Fonds, die mit der S&K verbunden sind, muss die Werthaltigkeit der Immobilieninvestments geprüft werden. Wir befürchten, dass das erst die Spitze des Eisbergs ist." Die Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte haben sich auf diese Sachverhalte spezialisiert, vertreten bereits rund 600 Betroffene und haben eine Interessengemeinschaft gegründet (www.bankrecht24.de). Die Betroffenen können über die Anlegeranwälte den entscheidungsrelevanten Sachverhalt ermitteln lassen, ihre Ansprüche prüfen lassen, das weitere Vorgehen planen. Für eine einmalige Pauschale in Höhe von EUR 50,00. Und sie werden bei der Geltendmachung der Ersatzansprüche unterstützt.

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