Commerz Finanz GmbH

Studie: Profil der internationalen Autokäufer

Preis und Probefahrt entscheiden den Autokauf. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/78451 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Commerz Finanz GmbH"
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München (ots) -

   - Vielzahl von Informationsquellen bestimmt Kaufentscheidung
   - Zentrale Kaufkriterien sind Preis, Kraftstoffverbrauch und 
     Sicherheit/Straßenlage
   - Beratung und Service des Autohandels werden positiv bewertet 

Wer heute ein Auto kauft, der kennt sich aus. Ob Probefahrt, Tipps von Freunden, Empfehlungen von Fachleuten oder Recherche im Internet: Für die Kaufentscheidung nutzt der Verbraucher eine Vielzahl von Informationsquellen. Wichtigstes Kriterium für den Autokauf bleibt der Preis. Für fast jeden zweiten Konsumenten (46 %) ist der Autokauf im Internet keine Alternative zum stationären Handel. Dies zeigt das Europa Automobilbarometer 2015, eine repräsentative Studie der Commerz Finanz GmbH. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut BIPE wurden mehr als 7.550 Verbraucher aus 14 Ländern über das Internet zu ihrem Kauf- und Nutzungsverhalten hinsichtlich des Pkws befragt.

Autokauf: nicht ohne Probefahrt

Vor dem Kauf nutzen die Interessenten unterschiedliche Informationsquellen. "Die Testfahrt steht hoch im Kurs. 41 Prozent der Verbraucher möchten sich vor dem Autokauf selbst mit dem Auto vertraut machen. Besonders beliebt ist eine Spritztour bei US-Bürgern und Deutschen", erklärt Christian Geißler, Bereichsleiter Automotive und Caravan der Commerz Finanz GmbH. Ratschläge von Freunden und Verwandten sind ebenfalls bedeutsam (36 %). Sie sind wichtiger als die Empfehlungen von Fachleuten (33 %). Insbesondere Autokäufer in China (52 %), Polen (49 %), Südafrika (45 %) und der Türkei (44 %) vertrauen auf das persönliche Umfeld. Spanier (44 %), Belgier (39 %), Brasilianer (37 %), Italiener (36 %) und Franzosen (31 %) bevorzugen dagegen die Beratung von Experten. Das Internet wird immer wichtiger für die Kaufentscheidung. Jeder dritte Verbraucher informiert sich über spezialisierte Automobil-Websites (33 %) oder online bei den Herstellern (32 %). Vor allem chinesische Pkw-Fahrer nutzen die Online-Recherche vor dem Fahrzeugkauf im Internet (59 %).

Der Preis entscheidet

Kaufkriterium Nummer eins ist der "Preis" (64 %). An zweiter Stelle steht der "Kraftstoffverbrauch" (52 %), gefolgt von "Sicherheit, Straßenlage" (46 %). Ausnahmen bilden die Türkei und China. Autokäufern in der Türkei sind diese drei Aspekte ebenfalls wichtig. Sie bewerten jedoch mit einer anderen Gewichtung. Entscheidendes Kaufkriterium ist für sie der "Kraftstoffverbrauch" (58 %). An zweiter Stelle kommt der "Preis" (49 %), gefolgt von "Sicherheit, Straßenlage" (42 %). Die Kriterien in China unterscheiden sich deutlich von denen der übrigen Länder. Aufgrund der hohen Anzahl an Verkehrsunfällen ist für die Chinesen die "Sicherheit, Straßenlage" (62 %) des Fahrzeugs besonders wichtig. Platz zwei und drei belegen "Leistung/PS" (41 %) und "Komfort der Innenausstattung" (29 %). "Preis" und "Kraftstoffverbrauch" des Pkws spielen für chinesische Autokäufer eine untergeordnete Rolle.

Neue Herausforderungen für den Autohandel

Der Autohandel wird positiv beurteilt. Für Beratung und Service der Händler beim letzten Neuwagenkauf vergeben die Käufer durchschnittlich 7,7 von zehn Punkten. Mit rund acht Punkten bewerten die USA, Brasilien, China, Belgien und Polen den Autohandel besonders positiv. Jeder zweite Käufer in Deutschland (49 %) ist sogar sehr zufrieden. Trotz Service-Zufriedenheit kehren die Autokäufer nicht zwingend zum selben Händler zurück. Nur ca. 70 Prozent können sich vorstellen, ihren nächsten Neuwagen wieder beim gleichen Autohaus zu kaufen. Während Brasilianer und Briten besonders treue Kunden sind, zeigen sich Türken und Japaner dagegen deutlich unentschlossener. Für den Autohandel wird es zunehmend schwerer, Kunden langfristig zu binden. Professor Dr. Stefan Bratzel, Leiter des FHDW Center of Automotive, erklärt: "Der Handel steht vor einem Paradigmenwechsel: Der klassische Vertrieb im Autohaus gehört der Vergangenheit an. In Zukunft ist der stationäre Handel gefragt, stärker auf den Käufer zuzugehen."

Internet: Verbraucher kritisch gegenüber Online-Kauf

Ein neues Fahrzeug im Internet zu bestellen, ist für ein Drittel der Verbraucher bereits eine Alternative. Insbesondere Chinesen folgen diesem Trend. Knapp zwei Drittel der chinesischen Autofahrer können sich vorstellen, einen Neuwagen im Internet zu erwerben. "Das Internet ist dabei ein wichtiger Katalysator. Seine Bedeutung wird in dem Maß steigen, in dem die ,Digital Natives' in ein Alter kommen, in dem sie sich einen Pkw kaufen", kommentiert Professor Dr. Stefan Bratzel. Doch nicht jeder, der sich im Internet informiert, kauft auch online. Knapp jeder zweite Verbraucher (46 %) zieht den Erwerb im stationären Handel dem Online-Kauf vor. Am stärksten lehnen die Belgier den Abschluss eines Kaufvertrags online ab (79 %).

Ein Großteil der Autokäufer zahlt bar

Die Mehrheit der Käufer bevorzugt den Barkauf (57 %). Mit rund 80 Prozent gibt es in China und Polen die meisten Barzahler. Mehr als ein Drittel der Autokäufe sind kreditfinanziert. In Südafrika und USA schließt jeder Zweite einen Kredit- oder Leasingvertrag ab. Entscheidet sich der Käufer für eine Finanzierung, dann am liebsten direkt beim Autohändler (22 %).

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