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"The Practice"-Star Dylan McDermott über Rechtsanwälte und warum er nicht der neue Bond wird

Unterföhring (ots) - Dylan McDermott ist "Robert 'Bobby' G. Donnell" und der Star in der Anwaltsserie "The Pracitice - die Anwälte" von Erfolgsproduzent David E. Kelley (mittwochs, 22:20 Uhr, bei Kabel 1). Gerade hat er für zwei weitere Staffeln der preisgekrönten Serie (bisher 3 "Golden Globes" und 7 "Emmys") unterschrieben. Kabel 1 traf den Star zum Interview und sprach mit ihm über Sexappeal, Rechtsanwälte und warum er nicht der neue Bond wird. Achtung: Die Nutzung des Interviews oder Auszüge davon sind nur in Verbindung mit dem o.a. Sendehinweis gestattet. Sie gelten ja immer als ein sexy Schauspieler ... die sexy Hauptdarsteller. Wie gehen Sie damit um, falls überhaupt? DM: Eigentlich gar nicht. Weil ich glaube, wenn man sich darüber Gedanken machen würde, wäre man nie in der Lage, seinen Arbeitstag zu Ende zu bringen. Man kommt und macht seinen Job. Alles andere wäre nicht gut für mich. Erzählen Sie uns ein bisschen über Ihre Frau. DM: Sie war der erste Mensch, der wirklich an mich geglaubt hat. Als Schauspieler und als Mensch. Sie sagte: Du bist ein Schauspieler. Versuch dein Glück. Sie hatte großen Einfluss auf mich. Sie hat mir etwas über die Kunst beigebracht, über Literatur, Theater, Filme - sie hat mein Leben sehr beeinflusst. Sie war der einzige Mensch, der überhaupt mit mir gesprochen hat. Hatten Sie sich vorher schon eine Karriere zurechtgelegt? Hatten Sie eine Vorstellung davon, was sie machen wollten, bevor Sie sie kennen lernten? DM: Nein. Ich hatte überhaupt keine Karrierepläne. Gar keine. Wie hatten Sie sich Ihr Leben denn vorgestellt? DM: Ich glaube, ich wollte einfach nur irgendwie durchkommen. Überleben. Eine Zeitlang habe ich mit dem Gedanken gespielt, Zahnarzt zu werden. Nicht Rechtsanwalt? DM: Nein, kein Rechtsanwalt (Gelächter). Und ich hatte auch keinerlei Pläne, was hiernach passieren sollte. Wie ist denn Ihre Einstellung gegenüber Rechtsanwälten? DM: Sie sind ein notwendiges Übel. Ich glaube, Rechtsanwälte sind dazu da, um uns zu beschützen, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, wo man sich nicht selbst beschützen kann. Dafür brauchen wir sie. Zumindest diejenigen von uns, die eben nicht für sich selbst sprechen können und nicht das notwendige Wissen mitbringen. Ich glaube, es gibt viele Fälle, in denen wir ohne Anwälte nicht auskommen würden. Sind Sie nervös, wenn Sie im Gerichtssaal erscheinen müssen? DM: Meinen Sie hier am Set? Nein, im richtigen Leben. DM: Nein, glücklicherweise war ich noch nie in der Situation. Auch nicht vor dem Verkehrsgericht oder so? DM: Nein, gar nichts. Vor kurzem sollte ich mal als Geschworener berufen werden. Aber ich habe ihnen gesagt, ich sei einer der Stars aus The Practice und dass ich damit in einen Interessenskonflikt geraten würde. Da hatten Sie aber Glück, weil eigentlich kann man sich davor ja nicht drücken. DM: Ich weiß, aber sie haben mich entlassen. Sie sind das eigentliche Zugpferd der Serie. Ohne Sie ginge es nicht. Was sagen Sie dazu? DM: Nun, ich habe diese Entscheidung für mich getroffen. Also stehe ich auch dazu und es macht mir Spaß, hier zu sein und diese Rolle zu spielen. Ich mache das jetzt seit sechs Jahren und ich habe noch für zwei weitere Jahre unterschrieben. Es ist meine Entscheidung und ich stehe dazu. Es macht mir Spaß. Wie schaffen Sie es, dass Ihnen das Ganze nicht langweilig wird? DM: Das ist das Schwierige dabei. Weil man irgendwann das Gefühl hat, dass sich alles wiederholt. Ich habe wahrscheinlich jedes Szenario, das man sich vorstellen kann, in der Serie schon mal gespielt. Man muss sich selbst überlisten und sich sagen: "Okay, das ist eine neue Szene, ein neues Drehbuch." Ich gehe da sehr methodisch vor. Ich mache einfach weiter. Im chinesischen Horoskop bin ich ein Ochse. Der Ochse ist ein Arbeitstier. Bis er irgendwann tot zusammenbricht (Gelächter). So bin ich. Was war der Schlüsselmoment in Ihrer Karriere? DM: Der Schlüsselmoment? Ich weiß nicht. Ich weiß nicht, ob man sich dessen überhaupt bewusst ist, wenn dieser Moment kommt. Für mich hat sich seit vielen Jahren eigentlich immer eine Sache aus der anderen ergeben. Ich habe mit 24 angefangen zu arbeiten. Ich glaube, worauf es ankommt, ist, dass man einfach konsequent weitermacht mit seiner Arbeit. Was immer das Ergebnis dieser Arbeit ist. Manchmal kommt etwas Gutes dabei raus, manchmal etwas weniger Gutes, manchmal ist es eine Katastrophe. Manchmal ist es ein Erfolg. Ich glaube, man muss einfach am Ball bleiben. Es hat gewisse kennzeichnende Momente gegeben, in denen man wusste: Das muss jetzt der Durchbruch gewesen sein. Wie in In The Line Of Fire oder diese Serie. Sogar Hamburger Hill, mein erster Kinofilm. Ich glaube, in der Karriere gibt es markante Momente, die echte Wendepunkte sind. Aber im Grunde genommen geht es nur darum, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen und seine Arbeit zu erledigen. Ist es schwer, gleichzeitig für "The Practice" und für einen Kinofilm vor der Kamera zu stehen? DM: Oh ja. Es fällt mir sehr schwer, beides gleichzeitig zu tun. Während meiner Zeit hier habe ich versucht, zwei Kinofilme reinzuzwängen. Und ich war mit beiden nicht glücklich. Ich glaube, man muss sich sein Gift selbst suchen. Man kann einfach nicht alles machen, wenn man Hauptdarsteller in einer Serie ist. Es ist sehr schwer, Kinofilme zu drehen und gleichzeitig für die Serie vor der Kamera zu stehen. Es gab ein paar Angebote, die mir auf diese Weise durch die Lappen gegangen sind; oder The Practice hat mich nicht gelassen. Was für einen Film würden Sie denn gerne drehen? DM: Das hängt immer vom Drehbuch ab. Ich glaube nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Man muss warten, bis das richtige Drehbuch kommt. Irgendwann kommt das schon. Hoffentlich. Hoffentlich irgendwann in den nächsten zwei Jahren. Gibt es eine ultimative Rolle, die Sie gerne einmal spielen würden? DM: Ich glaube, das weiß man erst, wenn man das entsprechende Drehbuch in der Hand hält. Aber es gibt da schon jemanden, den ich gerne spielen würde. Ich bin morgen mit einem Regisseur verabredet. Die Rolle, um die es dabei geht, ist etwas völlig anderes als das, was ich jetzt gerade mache. Ich hoffe sehr, dass es klappt. Aber ich glaube, man weiß es erst, wenn man etwas schwarz auf weiß vor sich hat und sagt: "Hey, das will ich unbedingt machen. Das ist eine echte Herausforderung für mich." Wie wäre es denn mit James Bond? DM: James? Mit denen habe ich mich vor kurzem unterhalten. Aber ich glaube, die wollen lieber einen englischen oder irischen Schauspieler. Aber das könnten Sie doch auch. DM: Letztendlich bin ich doch Amerikaner. Aber das ist es doch, was die Schauspielerei ausmacht. DM: Ja, ich weiß. Hätten Sie Lust, einmal in einer europäischen Produktion mitzuspielen? Z. B. in Frankreich? DM: Oh ja, sehr. Sehr! Es würde mir auch Spaß machen, selbst Drehbücher zu schreiben. Aber im Moment bin ich hier gebunden und muss meine Arbeit hier erledigen. Ich könnte daran denken ... vielleicht werde ich diesen Sommer einmal anfangen, mir Gedanken zu machen. Arbeiten Sie im Moment noch an anderen Projekten? DM: Nun, dieser Job hier nimmt mich eigentlich völlig in Anspruch. So bin ich nun mal. Wenn ich etwas mache, dann kniee ich mich voll und ganz hinein. Das hat Vor- und Nachteile. Das liegt an mir. Ich glaube nicht, dass der Job das ändern kann. Ich muss mich selbst ändern. Haben Sie nach sechs Jahren keine Angst, als Schauspieler in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden? DM: Ja, das kann passieren. Das ist ganz sicher eine "Falle", die das Fernsehen einem stellt, vor der man sich in Acht nehmen muss. Aber wir spielen hier in einem Drama, deshalb denke ich, dass die Leute mich akzeptieren werden. Ich glaube, bei einer Komödie passiert es eher, dass die Schauspieler abgestempelt werden als bei einem Drama. Ich glaube, bis jetzt ist es noch nicht soweit - toi, toi, toi. Aber die Gefahr besteht immer. Mit der Show sind Sie zum Star geworden. Hat das auch Nachteile? DM: Ich glaube, als Schauspieler hat man nur ein ganz kleines Fenster zum Erfolg, und ich habe in dieser Serie sozusagen die Rolle meines Lebens gefunden. Jetzt muss ich das nur noch auf den nächsten Schritt übertragen. Aber ich glaube, als Schauspieler ist man immer auf der Suche nach der Rolle seines Lebens. Und viele Schauspieler finden sie nie. Für mich ist diese Rolle meine Lebensrolle. Und jetzt muss ich dann hingehen und etwas anderes machen, um mich zu beweisen, weil als Schauspieler ist man niemals fertig. Man muss sich immer wieder neu beweisen. Aber mit dieser Rolle habe ich zumindest viel Anerkennung gewonnen. Wie lange wollen Sie noch in der Serie mitspielen? DM: Ich habe noch für zwei weitere Staffeln unterschrieben. Das gesamte Interview finden Sie unter http://www.kabel1.de/tv/serien/. "The Practice - Die Anwälte" - immer mittwochs, um 22:20 Uhr, bei Kabel 1. ots Originaltext: Kabel 1 Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: Kabel 1 Petra Fink Tel: 089-9507-2184 www.Kabel1.com www.Kabel1.de Original-Content von: kabel eins, übermittelt durch news aktuell

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