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ZDF-Pressemitteilung
Gerster will Zeitarbeits-Agenturen ohne Beamte / ZDF-Magazin "WISO" am Montag, 1. Juli 2002, 19.40 Uhr

    Mainz (ots) - Die geplanten Zeitarbeits-Agenturen der Arbeitsämter
sollten nach Ansicht des Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit,
Florian Gerster, nicht mit den eigenen Beamten besetzt werden.
"Zumindest an der Spitze und an der Front müssen das Leute sein, die
aus der Arbeitswelt kommen", erklärt Gerster gegenüber dem
ZDF-Wirtschaftsmagazin "WISO". Gerster wünscht sich Mitarbeiter und
Führungskräfte auf Zeit: "Gerade in diesen Agenturen dürfen nicht
Lebenszeitbeamte immer mit denselben Aufgaben beschäftigt werden."
    
    Gerster geht davon aus, dass durch die Zeitarbeits-Agenturen
langfristig keine zusätzlichen Kosten entstehen, weil durch sie die
Arbeitslosigkeit abgebaut wird. Kurzfristig könnte die Bundesanstalt
allerdings mehr Geld benötigen, das dann vom Bund zugeschossen werden
soll. Florian Gerster in "WISO": "Die Rechtslage ist eindeutig. Was
wir aus den Beitragsmitteln nicht aufbringen können, muss die
Bundesregierung zuschießen. Ich möchte gerne im nächsten Jahr ohne
Bundeszuschuss auskommen, aber wenn es Startfinanzierungen gibt, die
wir im Haushalt nicht ohne weiteres abbilden können, müssen wir mit
der Bundesregierung verhandeln".
    
    Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) in Bonn bezweifelt, dass die
Arbeitsämter künftig tatsächlich Zeitarbeit vermitteln können. "Ob
das mit bundeseigenen Agenturen funktioniert, da bin ich skeptisch",
sagt BZA-Präsident Ernst Vollbracht. Bisher hätten sich die
Arbeitsämter auf die Arbeitslosen konzentriert und nicht auf die
Interessen des künftigen Arbeitgebers. Für eine professionelle
Zeitarbeitsagentur sei jedoch der Arbeitgeber der Kunde.
    
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