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ZDF-Pressemitteilung
ZDF-Politbarometer 2 im Mai 2002
Weiterhin knappe Mehrheit für Schwarz-Gelb
Schröder noch klarer vor Stoiber

    Mainz (ots) - Die SPD verharrt auf ihrem Tiefstand, die FDP kann sich nach den heftigen Debatten der letzten Wochen leicht verbessern, leichte Stimmungsverluste für Union und Grüne. Die politische Stimmung in Deutschland: SPD unverändert bei 33 Prozent, CDU/CSU 41 Prozent (Mai 1: 42 Prozent), die Bündnis90/Grüne 8 Prozent (Mai 1: 9 Prozent), die FDP 11 Prozent (Mai 1: 10 Prozent), die PDS unverändert 4 Prozent.          Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, dann würde durch längerfristige Überzeugungen und taktische Überlegungen ein etwas anderes Ergebnis zustande kommen. Die Projektion sieht so aus: SPD 35 Prozent (-1), B90/Grüne unverändert 6 Prozent, CDU/CSU 40 Prozent (-1), FDP 9 Prozent (+1), PDS unverändert 5 Prozent. Damit würden Union und FDP weiterhin über eine knappe Mehrheit im Bundestag verfügen.          Auf die Frage "Wen hätten Sie lieber als Bundeskanzler?", hat sich der Abstand zwischen Gerhard Schröder und Edmund Stoiber erneut vergrößert. Gerhard Schröder unverändert 51 Prozent, Edmund Stoiber 39 Prozent (-2).          Auch im Vergleich politisch wichtiger Führungseigenschaften kann sich Schröder verbessern. Wir vergleichen die aktuelle mit der Januar-Erhebung:          Wer ist glaubwürdiger? Schröder 24 Prozent (+2), Stoiber 20     Prozent (-6).

    Wer ist tatkräftiger? Schröder 27 Prozent (+6), Stoiber 29 Prozent     (-5).

    Wer ist sympathischer? Schröder 51 Prozent (+4), Stoiber 22     Prozent (-3).

    Wer ist eher ein Siegertyp? Schröder 43 Prozent (+14), Stoiber 20
    Prozent (-9).
    
    Aber bei der Lösung wirtschaftlicher Probleme liegt Edmund Stoiber
nach wie vor deutlich vor Gerhard Schröder, wieder der Vergleich mit
dem Januar:
    
    Wer kann die wirtschaftlichen Probleme lösen? Gerhard Schröder
unverändert 15 Prozent, Edmund Stoiber 32 Prozent (-4), kein
Unterschied 43 Prozent (+5).
    
    Wer kann neue Arbeitsplätze schaffen? Schröder 13 Prozent (-1),
Stoiber 29 Prozent (-4), kein Unterschied 47 Prozent (+4).
    
    Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland müssen
Edmund Stoiber, aber vor allem Guido Westerwelle Einbußen hinnehmen.
An der Spitze leicht verbessert Joschka Fischer 1.9
    
    (+ 0.1), Gerhard Schröder 1.3 (+ 0.1), Angela Merkel 0.9 (- 0.1),
Otto Schily 0.7 (- 0.2), Hans Eichel 0.6 (- 0.2), Edmund Stoiber 0.5
(- 0.3), Renate Künast unverändert 0.3, Guido Westerwelle 0.3 (-
0.5), Gregor Gysi - 0.6 (- 0.1), Rudolf Scharping unverändert - 1.4.
    
    Jürgen Möllemann hat Michel Friedman vom Zentralrat der Juden
vorgeworfen, durch sein Auftreten und seine Äußerungen antijüdische
Haltungen hervorzurufen. 28 Prozent halten diesen Vorwurf für
gerechtfertigt, 42 Prozent für nicht gerechtfertigt und 30 Prozent
wollen oder können sich nicht äußern. Bei den FDP-Wählern halten 40
Prozent den Vorwurf für richtig, nicht gerechtfertigt 37 Prozent, 23
Prozent äußern sich nicht.
    
    Die Umfragen zum "Politbarometer" wurden wie immer von der
Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews
wurden in der Zeit vom 24. bis 29. Mai 2002 unter 1.312 zufällig
ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist
repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in ganz
Deutschland. Fehlertoleranz bei den großen Parteien 2,7
Prozentpunkte, bei den kleineren rund 1,4 Prozentpunkte.
    
    Das nächste "Politbarometer" sendet das ZDF am Freitag, 14. Juni
2002, im "heute journal".
    
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