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ZDF-Programmhinweis
Freitag, 3. Mai 2002, 21.15 Uhr
Die ZDF-reportage

    Mainz (ots) -
    
    Zwischen den Fronten
    
    Über deutsche Soldaten in Kabul
    
    "Man muss die Gefahr verdrängen, sonst bekommt man 'ne Macke", so
beschreibt ein Unteroffizier der Bundeswehr seine Gemütslage nach dem
Raketenbeschuss des Feldlagers der internationalen Schutztruppe in
Kabul. Zwei Raketen chinesischer Bauart waren in der Nähe der
Soldaten eingeschlagen, vier weitere Raketen waren auch auf das Camp
gerichtet - glücklicherweise versagte ihre Zündung. Es ist der
gefährlichste Auslandseinsatz deutscher Soldaten, Patrouillen werden
beschossen, an den nächtlichen Checkpoints der afghanischen Milizen
sind die Finger am Abzug - in ganz Afghanistan zeigen erste Gefechte,
wie unsicher die Lage und wie ungefestigt der lange Weg zum Frieden
ist.
    
    Die 880 deutschen Soldaten der 4500 Mann starken internationalen
Friedenstruppe sind hochmotiviert, wissen wie wichtig ihr Beitrag zur
Stabilität der Hauptstadt und Sicherheit der afghanischen
Interimsregierung ist. In einem Land, in dem es nur Waffen und Minen
im Überfluss gibt, in dem auch Jugendliche oft nur das Kriegshandwerk
gelernt haben, in dem die Taliban Rache schwören und mit Terror gegen
internationale Soldaten drohen, patrouillieren die Deutschen in einer
nach wie vor explosiven Lage. Begrenzt auf Kabul - landesweit müsste
die Schutztruppe mindestens zehnfach stärker sein - sind die Soldaten
im Notfall auf die Hilfe der Amerikaner angewiesen.
    
    Für die ZDF-reportage "Zwischen den Fronten - Deutsche Soldaten in
Kabul" am Freitag, 3. Mai 2002, 21.15 Uhr beobachten ZDF-Chefreporter
Olaf Buhl und Kameramann Lars Hauck die Bundeswehr bei ihrer
gefährlichen Mission. Gespräche mit schwerst verletzten Kriegsopfern,
traumatisierten Kriegswitwen und unter ärmlichsten Umständen lebenden
Menschen zeigen die Hoffnungen eines Landes auf internationale Hilfe.
    
    Hinweis für Redaktionen:
    ZDF-Chefreporter Olaf Buhl steht für Interviews zur Verfügung.
    
    
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