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ZDF-Pressemitteilung
Wenn Mütter ihre Familie verlassen 7 ZDF-Dokumentation über Frauen, die ohne ihre Kinder fortgehen

    Mainz (ots) - Ein Mann verlässt seine Familie, die Kinder bleiben
bei der Mutter. Das ist Alltag in unserer Gesellschaft. Wenn aber
Frauen in ein neues Leben aufbrechen und die Kinder beim Ehepartner
zurücklassen, ist das anders: Sie verletzen ein hartnäckiges Tabu.
Die ZDF-Dokumentation "Auf und davon - Wenn Mütter ihre Familie
verlassen" in der Reihe "37 Grad" porträtiert am Dienstag, 23. April
2002, 22.15 Uhr drei Frauen, die den Mut hatten, sich öffentlich zu
ihrer Geschichte zu bekennen.
    
    Renate hat ihre Familie vor 25 Jahren verlassen, ihre beiden
Töchter waren damals neun und zehn Jahre alt. Bis die beiden Töchter
erwachsen waren, hatte sie keinen Kontakt zu ihnen. Auch Viktoria,
51, trennte sich von ihrem Mann und ging ohne ihre drei Kinder fort -
eine Trennung, die sie bis heute nicht verkraftet hat. Als sie mit 40
ihr Zuhause verließ, wollte sie "von diesem Mann weg", nicht von den
drei Kindern. Doch sie wollte sie nicht entwurzeln und ging deshalb
allein - nach 20 Jahren Ehe stand sie als Hausfrau ohne Beruf auf der
Straße. Sanita, Ehefrau eines Pastors, fand mit Anfang 30 eine neue
Liebe, reichte die Scheidung ein und ließ ihre beiden kleinen Mädchen
beim Vater. In der Gemeinde war das ein Skandal. Heute ist Sanita
Wochenendmutter, ihr geschiedener Mann allein erziehender Vater.
    
    Der "37°"-Film von Sibylle Trost beleuchtet das Trennungsdrama aus
der Perspektiven aller Betroffenen: Er zeigt die Gründe der Frauen,
ihre einsame Entscheidung, Schuld und Scham, das Gefühl, versagt zu
haben. Aber er bringt auch die Gefühle der Kinder zur Sprache: Wie
verkraften sie es, dass die Mutter sie im Stich ließ? Viele wenden
sich gegen die Mutter, empfinden Groll oder gar Hass. Und schließlich
geht es auch um die zurückgelassenen Väter, ihre neue Lebenssituation
und ihre Ängste, den Aufgaben als allein Erziehender nicht gerecht zu
werden.
    
    
ots Originaltext: ZDF
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