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ZDF - Pressemitteilung
Geheimdienst: Zahlreiche Kontakte tunesischer Terroristen nach Deutschland
ZDF-Magazin "Frontal 21" berichtet am 16. April 2002, 21.00 Uhr

    Mainz (ots) - Tunesische Extremisten, die der
Al-Kaida-Organisation nahe stehen, haben in der Vergangenheit
zahlreiche Kontakte nach Deutschland gehabt. Dem ZDF-Magazin "Frontal
21" liegen Abhörprotokolle des italienischen Sicherheitsdienstes
DIGOS vor, nach denen tunesische Verdächtige Dutzende Telefonate mit
Festnetz- und Mobilanschlüssen in Deutschland geführt haben. Laut
italienischem Geheimdienst ist die tunesische Terrororganisation
"Gruppo Combattante Tunisino" schon seit längerem in Europa aktiv.
Überwacht wurde die Mailänder Zelle der tunesischen
Terrororganisation. Sie  steht nach Erkenntnissen der Fahnder in
enger Verbindung mit der Al-Kaida-Organisation von Osama bin Laden.
Die Mailänder Zelle hatte Anschläge auf US-Einrichtungen in Italien
geplant, unter anderem auf die amerikanische Botschaft in Rom.
    
    Eine der maßgeblichen Kontaktpersonen in Deutschland ist der
Tunesier Mouldi Chaabane. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat
vor vier Jahren gegen ihn wegen seiner Kontakte zu einer
extremistischen Organisation im Raum Heilbronn ermittelt. Der
Tunesier hatte enge Kontakte zu dem in Deutschland lebenden Studenten
Mohamedou ould Slahi, der nach Ansicht der Geheimdienste ein Kurier
bin Ladens war. Slahi steht im Verdacht, an den Vorbereitungen für
die geplanten Anschläge zu den Jahrtausendfeiern in den USA beteiligt
gewesen zu sein. Slahi sitzt momentan in Mauretanien im Gefängnis.
    
    
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